Die 10 globalen Trends, die auch Europa treffen werden

Globale Trends sind immer wieder dem Wandel der Technologien und dem Interesse der Masse unterworfen, was mitunter zu einer sehr kurzen Lebensdauer (und Prognosemöglichkeit) führt. Trotzdem gibt es einige Trends, die sich jetzt schon abzeichnen, bereits im Gange sind (und noch einige Zeit bleiben werden) oder die sich im Anbetracht der Entwicklungen gerade so richtig aufbauen.

Europa wird von den Amerikanern nicht zuletzt wegen seinem behäbigen Umgang mit Veränderungen gerne als „alte Dame“ bezeichnet und trägt (und verteidigt) diesen Titel mit Stolz. Einerseits, weil wir damit nicht sofort jeden „Blödsinn“ mitmachen und andererseits, weil die gemäßigte Verhaltensweisen zu sehr viel deutlicheren Trends führt und diese dann länger beibehält – was dazu führt, dass in Europa daraus ein intensiveres Geschäft machen lässt. Aus gutem Grund haben die Europäer (und allen voran die Deutschen) den Ruf, durch Fleiß und Genauigkeit eine Tiefe zu ihren Produkten aufzubauen, die Amerikaner wohl nie verstehen werden.

Amerikaner erfinden – Europäer verwerten

Sehen wir uns deshalb jene 10 Trends an, die in Europa ankommen und unsere Märkte nachhaltig prägen werden:

 

Trend #1: Dying Socialism

Weltweit ist praktisch in allen Industriestaaten eine massive Eindämmung der sozialen Budgets zu erkennen. Natürlich nicht von einem Jahr auf das andere – dazu sind viele soziale Organisationen (Gewerkschaften, Kammern, usw) zu mächtig.

Trotzdem ist eine Richtung weggehend vom sozialistischen Geld verteilen hin zu mehr Eigenverantwortung der Bürger deutlich zu kennen. Für all jene, die sich bisher allerdings auf den Staat verlassen haben (und das zukünftig weiterhin tun), gibt es schlechte Nachrichten:

Der Staat kann (will) sich nicht mehr um alles kümmern!

Das bedeutet vor allem: Jeder muss sich (stärker als bisher) um sich selbst kümmern.

Wird dir die Sozialhilfe (Arbeitslosengeld, Notstandsgeld und andere Gelder) zu wenig, musst du dich selbst darum kümmern, mehr Einkommen zu erhalten. Wird dir die Pension/Rente zu wenig, heißt es ebenfalls Gürtel enger schnallen oder einen Nebenjob machen.

Und auch wenn es Politiker staccato-artig seit Jahren abstreiten, laufen wir unweigerlich direkt darauf zu: und zwar auf eine Einheitspension für alle. Das soll nicht bedeuten, dass jeder die gleiche Pension bekommt. Aber es bedeutet, dass sich alle Pensionen in einem vereinheitlichten Korridor (zwischen 900 und 1.200 Euro) bewegen. Damit werden alle PensionistInnen an das Existenzminimum herangeführt und diejenigen werden mehr verdienen, die noch zusätzliches Geld (zB in Versicherungen oder anderen Geldanlagen) angespart haben und monatlich davon herunternehmen können.

Alle anderen fallen durch den Rost (=Existenzminimum)!

Für viele wird das bedeuten, dass sie auch in der Pension keine „Ruhe“ haben und weiterhin (zumindest) einem Nebenjob ausüben müssen.

 

Trend #2: Aging Society / Aging Internet-Users

Dass unsere Gesellschaften (in den Industriestaaten) langsam veralten, ist kein Geheimnis mehr. Dass damit vor allem die zurückgehenden sozialen Leistungen begründet werden (siehe Trend #1), ist leider nur die halbe Wahrheit, denn ein sehr viel größerer Teil dieses Desasters, ist dem bisher nicht eingebremsten Schulden machen der Politik geschuldet.

Irgendwie müssen diese Schulden (und die dazugehörigen Zinsen) ja auch zurück gezahlt werden. Ohne zusätzliche Einnahmen (die ohne Wirtschaftswachstum kaum realisierbar sind) bleibt nur der Griff zu jenen Einnahmen, die bereits vorhanden sind. Was nichts anderes bedeutet, als dass weniger für die Bewältigung des restlichen Staatshaushaltes übrig bleibt (wenn die sonstigen Ausgaben beibehalten werden – und darauf können wir uns wohl verlassen).

Diese alternde Gesellschaft bedeutet aber nicht nur höhere Ausgaben für den Staat (in Form von Pensionszahlungen), sondern auch immer älter werdende Internet User. Wer hätte das gedacht, dass bereits mehr als die Hälfte der regelmäßigen Internet User zur Ü50 – Generation gehören?

Was sich durchaus schnippisch anhören könnte, wenn ich auf die obige Frage „Gut so!“ sage, ist ganz ehrlich gemeint. Denn auch diese Generation wird die erste sein, die die Folgen der sozialen Sparmaßnahmen zuerst spüren wird. Und da ist ein guter Umgang mit dem Internet durchaus ein gewaltiger Vorteil (wenn man im Alter noch Geld dazu verdienen muss, aber nicht gewillt ist, sich in eine Firma stellen).

Keine andere Generation hat so viel Geduld und Fleiß wie die Ü50 – Generation und wird daher die Verdienstmöglichkeiten über das Internet für sich entdecken. Was derzeit noch aussieht, wie eine „spielerische“ Verdienstvariante von jungen Leuten, kann für diese Generation genau jenes Einkommen bedeuten, das sie von einer (zu niedrigen) staatlichen Pension unabhängig macht. Die vermehrte Nachfrage dieser Generation nach entsprechenden Ausbildungsangeboten zeigt, dass dieser Trend bereits dabei ist, voll Fahrt aufzunehmen.

 

Trend #3: Digitalisierung der Automation(sbetriebe)

Während der Hang zur internen Digitalisierung in unseren Fertigungs- und Produktionsbetrieben bereits weitläufig stattfindet und immer mehr von Handarbeit auf Maschinenproduktion umgestellt wird (großteils bereits wurde), steht nun der nächste große Schritt an. Diese Digitalisierung nun mit dem Internet zu koppeln, bringt völlig neue Möglichkeiten (insbesondere in der fremdgesteuerten Auftragsabwicklung.

Was bedeutet das? Diese Möglichkeit ist besonders für die Erstabwicklung kleiner Aufträge (Probeaufträge, Chargen usw). interessant, denn diese können dann von einem Unternehmen an einem anderen Ort direkt in der Produktionsanlage des jeweiligen Herstellers fremdgesteuert werden. Das spart beim Hersteller Personal (der nur noch jenes Personal zur Wartung benötigt), vereinfacht (weil völlig automatisiert) den Weitergabeprozess (Kommisionierung und Lieferung).

Vor allem in China werden einige Fabriken bereits auf dieses Prinzip umgestellt und benötigen dann nur noch minimales Personal bei maximalem Output. Diese Prinzipien helfen beispielsweise Start-Ups, um (Test-)Produkte günstigst herstellen zu können, ohne gleich eine mächtige Abnahmemenge ordern zu müssen.

Umgekehrt können Betriebe, die diese Möglichkeit zur Verfügung stellen, auf Personalisierungswünsche sehr viel individueller eingehen und Produkte erzeugen, die es so in der Massenproduktion (aufgrund des Aufwandes) nicht geben kann.

Es spielt diesen Betrieben gut in die Karten, dass immer mehr Menschen immer individuellere Produkte kaufen wollen, womit sich bereits jetzt ein Nischenmarkt hervorragend etabliert hat und nun noch bessere Möglichkeiten hat, zu wachsen und auf Kunden einzugehen.

Induvidualität spielt in Zukunft eine große Rolle.

 

Trend #4: Spezialisierung + Outsourcing

Den großen Marktführer, der alles kann und alles anbietet, wird es zukünftig nicht mehr geben (und diejenigen, die es derzeit gibt, werden sich massiv auf ihre Kernkompetenzen zurückziehen müssen, um überleben zu können). Zwar kann dieser Umbau noch 15 bis 20 Jahre dauern (bis er alle Branchen erfasst hat), aber wer sich nicht rechtzeitig damit beschäftigt, wird im schlimmsten Fall den Sprung nicht schaffen.

Spezialisierung und Outsourcing sind die Garanten für die Zukunft!

Spezialisierung bedeutet dabei vor allem, dass mit dem höchstmöglichen Know-How eine Nische besetzt wird, die man dann auch gut gegen Neuankömmlinge verteidigen kann. Outsourcing, das ja ebenfalls bereits sehr bekannt ist, bedeutet, dass man keine (oder nur minimale) Ressourcen an Aufgaben und Arbeiten intern verschwendet, die nicht unmittelbar zur Kernkompetenz gehören.

Dieses Outsourcen wird eine ganze Firmenabteilung treffen, die Großunternehmen bisher immer im eigenen Haus versammelt hat und Kleinunternehmen sich nicht leisten konnten: nämlich das Marketing.

Kaum ein Bereich macht in den nächsten Jahren eine so gewaltige Veränderung durch, denn ein erheblicher Teil verlagert sich ins Internet und wird somit für das herkömmliche Marketing „unerreichbar“. Gleichzeitig wird die Masse an Möglichkeit im Internet Werbung zu machen zunehmen und sogar für Großunternehmen kaum noch Möglichkeiten bieten, die Werbekampagnen selbst zu erstellen.

Darauf spezialisierte Unternehmen werden genau diesen Teil übernehmen und mehrere Vorteile mit sich bringen:

  • diese Unternehmen haben Spezialisten
  • sie können durch den Einsatz von sogenannten „Agenturen-Tools“ schneller und günstiger anbieten
  • sie können jederzeit rasch auf Veränderungen reagieren und dem Kunden Geschwindigkeitsvorteile verschaffen
  • sie können durch Zusammenarbeit mit Freelancern höchste Individualität bieten

Und: sie sind durch Modularbeit für Einzelunternehmer leistbar

Internetwerbung wird für KMU´s zukünftig leistbar!

 

Trend #5: Globaler Markt für ALLE Unternehmen

Wie bereits bei Trend #4 angesprochen, wird sich ein Großteil des Werbemarktes in das Internet verlagern. Aber nicht nur der Werbemarkt, sondern auch der „Real Market“, jener Markt, wo reale Produkte und keine digitalen Produkte verkauft werden. Somit wird der Drang zum Online-Shop, zur Homepage und vielleicht sogar zur Online-Erstberatung zwingend.

Wer nicht auf diesem Markt präsent ist, verliert.

Man sollte meinen, dass sich inzwischen auch bei den härtesten Verfechtern herumgesprochen hat, dass JEDES Unternehmen und JEDER Freiberufler eine (aussagekräftige) Homepage braucht – aber wir sind immer noch nicht so weit!

Dabei hat sich der Internet weiter entwickelt und neue Präsentationsmöglichkeiten erobern das Internet. Squeeze-Page und Landing-Page als Grundausstattung für das Einsammeln von Email-Adressen bzw. für den gezielten Produktverkauf gelten unter Marketern bereits als normal. Die Realwirtschaft ist von diesen Entwicklungen bislang wenig beeindruckt – sollten es aber sein und endlich reagieren.

Konsumenten nehmen sich immer weniger die Zeit, um nach (geeigneten) Produkten und Dienstleistungen im Internet zu suchen, sondern greifen zu jenen, die am besten präsentiert werden (und ihre Probleme im Idealfall lösen). Wer sich darauf nicht einstellt, wird im Internet zukünftig nur noch von jenen gefunden, die sie bereits schon kennen. Alle anderen werden wo anders hingehen.

Diese Entwicklung trifft Start-Ups wesentlich stärker als eingesessene Unternehmen.

 

Trend 6#: Affiliate Marketing erobert die Old Economy

Mit Old Economy wird jener Teil der Wirtschaft bezeichnet, der sich außerhalb des Internets abspielt. Diese Realwirtschaft (Old Economy), die wie wir unter Trend #5 bereits gesehen hat, wird sich mit den neuen Entwicklungen im Online Marketing beschäftigen MÜSSEN. Und ich habe eine gute Nachricht: Sie werden es auch WOLLEN!

Vielleicht denkst du dir: „Das hört sich jetzt schon kompliziert an. Warum sollte das die Old Economy nun auch noch wollen?

Ganz einfach: Diese Veränderung im Internet Marketing hat eine neue Form des Marketings hervorgebracht: Affiliate Marketing

Affiliate Marketing bedeutet, dass ein sogenannter Affiliate (in der Regel ein selbständiger Marketingfachmann, der sich auf die Bewerbung fremder Produkte spezialisiert hat) eine genau eingegrenzte Zielgruppe anspricht und ihnen diese Produkte (und Dienstleistungen) empfiehlt. Diese Art des Marketings mag auf dem ersten Blick wie ein Umweg aussehen (erst „sammelt“ er Personen aus der Zielgruppe ein und erst nach dem Vertrauensaufbau wird das Produkt empfohlen), aber tatsächlich ist die Conversion Rate (jener Prozentsatz, der dann tatsächlich kauft) sehr viel höher als bei JEDER anderen Marketing – Methode.

Warum ist das so?

Das hat zwei Gründe:

  1. Der Kunde wird nicht zu Tode „informiert“, sondern gezielt auf die Lösung SEINES Problems hingeführt.
  2. Der Kunde wird nicht mit dem Produkt „überfallen“, sondern es wird eine Vertrauensbasis aufgebaut (durch eine Newsletter-Kampagne, Blogs und Videos)
  3. Es wird von jemandem empfohlen, der einen „Vertrauensvorschuss“ genießt (Empfehlung durch einen Dritten)

Professionelle Affiliates (und zu Teil auch Influencer) werden herkömmliche Marketingkampagnen und -unternehmen im Internet um Längen schlagen. Und genau das wird sich die Old Economy als „Umsatz-Booster“ (Umsatzbeschleuniger) verwenden und können so Marktanteile auf direkte Konkurrenten, die diese Möglichkeit nicht in Anspruch nehmen gewinnen.

Die Nutzung von Affiliate Marketing wird für Marktanteile entscheidend werden.

 

Trend #7: Freelancer – Centers

Die Old Economy wird im Bereich des Marketings einen neuen Boom auslösen, für den wir derzeit noch nicht gerüstet sind. Alleine nur der Gedanke, dass praktisch JEDES Unternehmen auch im Internet Marketing betreiben MUSS, um überleben zu können, bedeutet, dass für (fast) jedes Unternehmen 1 Marketer zur Verfügung stehen muss, der die Kampagne plant, aufsetzt und vollständig (mit allen notwendigen Arbeiten) abwickelt.

Sogar Marketer können nicht alle Arbeiten alle machen, weil es schlichtweg zu lange dauert und nicht zuletzt, weil sie selbst ebenfalls in vielen Bereichen keine Expertise haben (beispielsweise Fotografie, Webdesign, Programmierung, Erstellung einer Newsletter-Kampagne, Bannererstellung, Erstellung eines Video Sales Letters (VSL), SEO Optimierung usw.). Es wird schnell klar, dass die Zusammenarbeit mit anderen Spezialisten die Folge ist.

Freelancer (also Freiberufler)  Center sollen hier die Zusammenarbeit unter den Spezialisten erleichtern und werden für Zusammenführung zur gezielten Zusammenarbeit benötigt. Simples Arbeiten „von zu Hause aus“ wird nicht mehr reichen, um den Ansprüchen der Old Economy (und somit dem Marktvorsprung)  gerecht zu werden. Und diese Center werden riesig werden.

Alleine die Wirtschaft eines Bundesland wie Oberösterreich kann 1.000 Freelancer Vollzeit beschäftigen!

Obwohl es für einige eher wie eine „Spinnerei“ klingt, wird diese gezielte Zusammenführung in Ländern wie Amerika (oder Indien) bereits praktiziert und in weitaus größerem Ausmaß (bis zu 6.000 Freelancer in einem einzigen Center) umgesetzt.

Wenn wir jetzt noch daran denken, dass vor allem der Osten Europas noch weitgehend unaufgeschlossen ist (im Internet) und diese Märkte den Weg ins Internet in den nächsten Jahren finden werden, ergeben sich noch weitaus größere Möglichkeiten mit diesen Freelancer Centern (mehr dazu unter Trend #10).

 

Trend #8: Multiple Work (Mehrfach-Arbeit)

Hinter Multiple Work versteckt sich ein Trend, der in dieser Form vor allem in Amerika bereits sehr bekannt ist, denn es bedeutet schlicht und einfach, dass man mit einer einzigen Arbeit (im Rahmen des Kollektivvertrages) nicht mehr auskommen wird.

Branchen mit höheren Kollektivverträgen (beispielsweise bei den Metallern) rücken regelmäßig mit den Einkommen prozentuell höher als andere Branchen (zB Friseure, Verkäufer usw) und hängen diese langsam aber sicher immer weiter ab. Für jene, die handwerkliche Berufe ergreifen und/oder eine gute schulische Ausbildung haben, wird die Zukunft kaum merklich anders sein als jetzt. Aber jene, die derzeit schon schlecht verdienen (also unter € 9,- brutto pro Stunde bekommen), werden sich etwas überlegen müssen.

Ähnlich wie bei den Pensionisten stehen sie vor der Entscheidung: Einschränkung oder (dazulernen und) einen Nebenjob machen.

Fraglich ist bisher, ob genau diese Einkommens- und Bildungsschicht, die in diesen (unteren) Berufen angesiedelt ist, überhaupt den Willen dazu hat, diesem Trend entgegen zu gehen und auszufüllen, denn ich persönlich bezweifle, dass diese Schicht (die ja auch oft von Sozialhilfen lebt) überhaupt offen genug ist und die Herausforderung annimmt.

Dieser Trend bringt Chancen für Schlechtverdiener.

Aber wie sich in einigen Ländern gezeigt hat, gibt es in jeder Schicht (willige) Menschen, die aus einem Trend eine Chance für sich selbst sieht. So wird dieser Trend für diejenigen, die ihn annehmen zu einer massiven Lebensverbesserung führen, während jene, die diesen Trend nicht annehmen, noch stärker zu einem finanziellen Desaster werden (siehe Trend #1: Dying Socialism).

 

Trend #9: Unternehmenskooperation erhöhen die Schlagkraft der KMU´s

Gemeinsam mit den Freelancer Centers und dem Trend hin zu mehr Freiberufler wird es möglich für die Old Economy sich besser zu vernetzen und gleichzeitig davon zu profitieren. Auch hier wird das Internet als Mittel zum Zweck, jedoch nicht um Produkte direkt zu verkaufen, sondern als Netzwerk eine Kraft zu bilden, die alle anderen überholt, dich nicht im Netzwerk sind und daher (möglicherweise) vom Zugang zu wichtigen Informationen und eventuell Aufträgen ausgeschlossen sind.

Zudem können von der restlichen Wirtschaft unbemerkt gemeinsame Strategien (beispielsweise im Werbebereich) oder Zusammenarbeiten (Unternehmens-kooperationen) eingegangen werden (Forschung, Produktion, usw), die Marktvorteile bringen und wiederum das Netzwerk selbst stärken, während die Konkurrenz leer ausgeht.

Während diese Unternehmenskooperationen innerhalb der Freelancer Center klar und nachvollziehbar sind, fragen sich immer noch viele Unternehmer der Old Economy, welchen Sinn denn eine Zusammenarbeit hat – vor allem wenn die anderen Unternehmer gar nicht aus unmittelbar verwandten Branchen sind. Dabei ist diese Argumentation gegen eine Kooperation mehr als unzulässig (weil äußerst kurzsichtig).

Netzwerken ist mehr als kooperieren.

Netzwerken bedeutet an (mindestens) einer Stelle mit mindestens einem Unternehmen verbunden zu sein, das wiederum über mindestens eine Schnittstelle mit einer Masse von mehr als 1.000 Unternehmer verbunden ist. Somit ist man selbst zwar nur ein kleiner Teil, aber immerhin ein kleiner Teil einer riesigen Masse auf die man zugreifen kann.

So macht dieses Modell vor allem für Start-Ups und KMU´s doppelt Sinn, wenn sich innerhalb des Netzwerkes wenigstens ein Mindestmaß an Loyalität etabliert und die Aufträge in erster Linie innerhalb des Netzwerkes vergeben werden und erst in zweiter Linie außerhalb des Netzwerkes. Auf diese Weise können sich Start-Ups und KMU´s am Markt ihr Überleben sichern und eine Bekanntheit aufbauen, die später innerhalb des Netzwerkes von anderen Unternehmen wiederum genutzt werden kann.

Eine Hand wäscht innerhalb des Netzwerkes die andere.

Für KMU´s und Start-Ups wird daher die Teilnahme an Netzwerken und Unternehmenskooperationen zu einem wichtigen Erfolgsfaktor der Zukunft.

 

Trend #10: Schwellenländer suchen den Anschluss

Derzeit stehen wir noch vor eine (relativ) harten Teilung Europas in schnelle, fortschrittliche Länder wie Deutschland, Österreich, Schweiz, Italien, Frankreich, Großbritannien usw und langsame, rückständige Länder wie Polen, Slowenien, Ungarn, Slowakei, Rumänien, Kroatien usw. Diese Teilung wird nicht bleiben.

Die „Schwellenländer Europas“ sind dabei aufzuholen.

Wir sehen, dass einige Länder den Raketenknopf für ihre Wirtschaft bereits gedrückt haben und mit gewaltigen Schritten aufholen werden. Tschechien, Kroatien und Serbien haben deutlich klar gemacht, dass sie zwar innerhalb der EU ihre eigenen Vorstellungen umsetzen, aber gleichzeitig den Anschluss an Westeuropa wittern und diese Chance bestimmt nicht auslassen werden.

Obwohl Polen und Ungarn derzeit noch in einer Art Dornröschenschlaf liegen und kaum wirtschaftliche Bewegungen sichtbar sind, wird der RUN in der Wirtschaft mit den Erfolgen der anderen Oststaaten angekurbelt werden und die Regierungen entsprechend unter Druck geraten. Um so wichtiger ist es, dass WIR uns so rasch wie möglich in Position bringen, denn Wissen über die Möglichkeiten im Internet wird dann dort so stark nachgefragt werden, wie derzeit bei uns.

Der Westen hat die Menschen und die Möglichkeiten, den Osten rasch aufschließen zu lassen.

Und nicht zuletzt wird es das Medium Internet sein, das diese Länder sehr viel schneller auf unseren Stand bringen kann, als wir derzeit noch absehen können.

Andererseits muss auch gesagt werden, dass in der Zwischenzeit sogar einige Länder aus Afrika wirtschaftlich immer stärker aufzeigen – und dabei blickte ich gar nicht auf die reichen arabischen Länder oder das von Amerika gestützte Nigeria. Unbemerkt hat sich Uganda als ein afrikanisches Land etabliert, das bereits eine stärkere Wirtschaft aufzuweisen hat als beispielsweise Ungarn oder Griechenland. Wenn man bedenkt, dass es weder großartige Ölvorkommen, noch einen direkten Anschluss ans Meer gibt (es gibt also keinen Exporthafen in die ganze Welt), ist diese Entwicklung ein deutliches Indiz dafür, dass wir in einer Zeit leben, in der (eigentlich) jedes Land zur Weltspitze aufschließen kann.

Nun bleibt es jedem überlassen, ob er in diesen Trends auch Chancen sieht, aber was mich persönlich anbelangt, sehe ich enormes Entwicklungspotenzial. Und ich freue mich darauf. Ich weiß zwar nicht genau, von wem dieser Spruch ist, aber kein anderer trifft derzeit so punktgenau zu wie dieser:

Die beste Zeit liegt noch vor uns.

 

In diesem Sinne.

Schöne Grüße,

bmd

Dein Michael Purner, MAS

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