Trend #2: Dying Socialism

Dieser Trend hat sich schon lange abgezeichnet und rückt eigentlich nur deshalb nun ins Zentrum unserer Aufmerksamkeit (und bekommt nur deshalb einen Platz in meinem Trend-Ranking), weil es dieser Trend sich zukünftig noch verstärken  und ausnahmslos all jene betreffen wird, die sich bisher auf Vater Staat verlassen haben. Nur sehr wenige Gruppen werden diesen Trend kaum zu spüren bekommen (beispielsweise körperlich und geistig beeinträchtigte Personen, die in entsprechenden Einrichtungen betreut werden).

Aber alle, die in der sozialen Hängematte liegen, um sich zu sonnen, wird es mit aller Härte treffen.

Tja. Wer liegt aber nun (aus der Sicht des Staates) in der sozialen Hängematte, statt sich selbst zu helfen und selbst tätig zu werden.

Eine Gruppe, denen es ohnehin immer wieder nachgesagt wird:

1.Die Arbeitslosen

Die (derzeit) wachsende Wirtschaft wirft ein sehr dubioses Licht auf all jene Arbeitslosen, die unersättlich behaupten, keinen passenden Job zu finden, während gleichzeitig die Wirtschaft schreit, dass sie keine passenden Arbeitskräfte finden können und entsprechende Maßnahmen von Ministern verlangt.

Dieses Problem ist inzwischen bekannt und wird sich in Zukunft kaum entschärfen (wenigstens solange nicht, solange das grundsätzlich vorliegende Problem nicht angegangen wird), denn Arbeitslose einerseits den offenen Stellen andererseits gegenüber zustellen, würde nur funktionieren, wenn ausgerechnet jene Arbeitslosen auf die Beschreibung der gesuchten Arbeitsstellen passen würden. Das ist ja bekanntlich nicht der Fall. In aller Regel sind (Langzeit-)Arbeitslose schlecht gebildet bzw. verfügen nicht über die geforderten Ausbildungen und können daher nicht auf die offenen Stellen (meist Fachbereiche bzw. Fachstellen, die eine Vorbildung voraussetzen) gesetzt werden.

Nachdem das AMS in Österreich oder die Bundesarbeitsagentur in Deutschland nicht vorrangig für die Bildung und Ausbildung der Menschen zuständig ist und Bildungsangebote von den Arbeitslosen zumeist im vorhinein selbst bezahlt werden müssen, tut sich im Bereich der Weiterbildung praktisch nichts, das von der Wirtschaft verwertbar wäre. Umgekehrt übernimmt auch die Wirtschaft nicht die Verantwortung für die Ausbildung seiner Mitarbeiter (wenigstens nicht für die Basisausbildung, die notwendig ist, damit man diesen Job überhaupt bekommt).

Bei diesem Hickhack, wer denn nun die Verantwortung übernehmen sollte, hat wenigstens in Österreich die Regierung den ersten Schritt gemacht (Dauer der Bezugsberechtigung für Arbeitslosengeld wird gekürzt, der Arbeitslose rutscht daher früher in den Notstand. Das bedeutet vor allen, dass er zu einem früheren Zeitpunkt weniger Geld bekommt). Diese Maßnahme sieht von außen für Arbeitslose und Anhänger des Sozialismus aus, wie ein Frontalangriff auf die „armen“ Arbeitslosen.

Tatsächlich ist es ein mächtiger Schritt in Richtung Eigenverantwortung des Einzelnen.

Wer sich zukünftig nicht um seine Bildung kümmert und daher am Arbeitsmarkt nicht mehr unterkommt – so die Interpretation dieses Schrittes – darf sich nicht wundern, wenn er künftig vom Staat ebenfalls nur noch schlecht unterstützt wird.

 

2.Alleinerzieher/Innen

Der Vorstoß der oberösterreichischen Landesregierung, den Kindergarten am Nachmittag wieder kostenpflichtig zu machen, ist eine Entwicklung, die ebenfalls zu meiner obigen Theorie – die Verantwortung an die Bevölkerung zurückzugeben – passt. Obwohl von der Regierung (natürlich) beteuert wird, dass es sich vor allem um eine Maßnahme handelt, die das Budget entlasten soll, nennen die Sozialisten (berechtigterweise) dieses Argument scheinheilig.

Auch ich sehe dieses Argument als scheinheilig, wenn auch notwendig. Notwendig ist es, denn die Verschuldung in Oberösterreich und auch in ganz Österreich (immerhin über 211 Milliarden €) ist gewaltig. Dazu aber später noch mehr.

Während einige Familien eine finanzielle Belastung (durch die Kindergarten-Gebühr) nicht weiter kratzt, insbesondere wenn beide Elternteile arbeiten gehen und ein entsprechendes Haushaltseinkommen (monatlich über € 3.000,- netto) vorhanden ist. Und tatsächlich ist bei 2 Verdienern diese „Grenze“ relativ schnell erreicht. Was was ist mit Alleinerzieher/Innen, die keinen Partner an ihrer Seite haben, um diese finanzielle Belastung abzudämpfen?

Es wird Alleinerzieher/Innen auf jeden Fall treffen.

Auch wenn für besondere Härten „Ausgleichshilfe“ in Aussicht gestellt wird/wurde, ist eines hier schon einmal klar. Egal, wie sich ein/e Alleinerzieher/In entscheidet, sie wird auf alle Fälle verlieren. Verdient sie in einem guten Job viel, muss sie bezahlen. Hat sie einen (schlecht bezahlten) Teilzeitjob, bekommt sie den Kindergarten weiterhin gratis (dafür gibt es Abstriche in anderen Bereichen). Egal in welche Richtung sie sich dreht, besser wird es jedenfalls (im herkömmlichen System) nicht.

 

3. Alleinverdiener/Innen

Auch sie wird es über Umwege treffen, denn nichts ist leichter wegzustreichen, als einige Zuschüsse, die besonders für jene gewährt werden, die ein niedriges Haushaltseinkommen aufweisen. Während es in diesem Bereich eher „schleichend“ möglich ist, die Ansprüche der Alleinverdiener/Innen auszuhebeln, kann sich der Staat allerdings in diesen Bereichen sehr viel Geld und Verantwortung ersparen.

Beispielsweise bei den Wohnungszuschüssen. Nichts ist leichter, als die Berechnungsmethode über Jahre hinweg  unangepasst weiterlaufen zu lassen (und das macht der Staat ja bereits seit Jahren sehr erfolgreich; alleine in den letzten Jahren hat er sich auf diese Weise Millionen an Auszahlungen erspart). Ähnlich ist es auch bei andere Zuschüsse, die es zwar gibt, aber die so schlampig (oder vielleicht absichtlich zu wenig) bekannt gemacht werden, dass kaum jemand davon weiß.

Oder haben Sie gewusst, dass Ihnen Vater Staat einen Zuschuss zu einer Übersiedlung gewährt (Österreich) oder dass Sie das Geld für eine Tagesmutter (zB für die Kinderbetreuung am Nachmittag, während Sie noch arbeiten sind) zurückerstattet bekommen (für 6 Monate)? Oder haben Sie gewusst, dass Ihnen und Ihren Kindern (mindestens 3 Kinder) der Staat einen Urlaub bezahlt (mindestens 2 Wochen), wenn Sie diesen nicht selbst bezahlen können? Usw.

Tja, bekanntlich kann man ja wegstreichen, was kaum jemand in Anspruch nimmt, weil es ja ohnehin niemandem abgeht… 🙂

Alleinverdiener/Innen werden sich definitiv etwas einfallen lassen müssen, wenn sie sich für sich selbst und ihren Kindern ein angenehmes Leben ermöglichen wollen.

Und nicht zu vergessen:

 

4.Rentner/Innen

Über diese Gruppe wird wohl am meisten diskutiert. Nicht nur, weil sie in der Bevölkerung inzwischen eine gewichtige Gruppe darstellen, sondern vor allem, weil sie Geld quasi direkt aus der Staatskasse nehmen, das eigentlich nicht vorhanden ist.

Bevor ich jetzt alle Leser vergräme, kläre ich mal kurz auf:

Rentner/Innen haben während ihrer Arbeitszeit Geld in die Pensionskasse (eigentlich Staatskasse) eingezahlt. Leider wurde aufgrund des Generationenvertrages dieses Geld nicht für zukünftige Rentner zurückgelegt, sondern für jene Rentner ausgegeben, die zu dieser Zeit bereits Rente bezogen haben.

Aufgrund der Babyboomer-Jahre nach dem 2. Weltkrieg war es auf diese Weise für den Staat relativ bequem, denn auf jeden einzahlenden Arbeitnehmer kam nur etwa 1/5 Pensionist oder anders gesagt: etwa 5 Arbeitnehmer haben für einen Pensionisten eingezahlt.

Die Demografie hat sich aber inzwischen gewaltig verschoben. Die Babyboomer stehen kurz vor der Pension (bzw. einige gehen bereits jetzt in Pension) und der Anteil in der Staatskasse, der für Pensionen aufgewendet werden muss, wächst unaufhaltsam. Einigen Studien zufolge wird prognostiziert, dass bis in Jahr 2030 auf einen Pensionisten nur noch ein einzahlender Arbeitnehmer kommt.

Das bedeutet, dass rein rechnerisch für jeden Pensionisten nur noch ein Fünftel an Pensionsauszahlung möglich sein wird, verglichen mit der Spitzenzeit in letzten Jahrhundert. Und genau in diese Richtung wird es nach Meinung vieler Experten auch gehen, obwohl einige Staaten, insbesondere Österreich, diese Entwicklung noch immer abstreitet.

Was aber inzwischen Tatsache ist, ist dass die „Aufstockung“ bzw. Anpassung der Pensionen jedes Jahr UNTER der Inflation liegt. Da können auch einmalige Abschlagszahlungen (die ja auf künftige Pensionszahlungen keinen Einfluss haben) nicht einmal als Trostpflaster für all jene wirken, die jetzt bereits mit ihren Pensionen an oder unter dem Existenzminimum liegen. Und auch hier ist die Richtung klar:

Künftige Pensionisten müssen sich selbst um ihr Einkommen kümmern!

Bei einigen ist es bereits angekommen, andere hören erst gar nicht hin. Wie auch immer Sie sich entscheiden, eines können Sie garantiert nicht, egal welche Wahl Sie treffen:

Sie werden sich diesem Trend nicht entziehen können.

Sie werden genauso wie alle anderen – und auch ich – zu 100% davon betroffen sein. Stellt sich dann wohl eher die Frage, wie man sich vor all zu großen Einbußen selbst schützen kann, denn man muss bedenken, dass wir durchschnittlich bereits jetzt mindestens 15 Jahre in Pension sind – und es wäre ja nicht besonders vorausschauend, wenn bereits nach 10 Jahren die Vorsorge für die Pension aufgebraucht wäre.

Während ein nicht unerheblicher Anteil auf Lebensversicherungen (oder ähnliche Versicherungsmodelle) setzt, gibt es einen annähernd gleichgroßen Anteil an Menschen, die bis zur Pension überhaupt nicht (nachhaltig) vorsorgen und sich ausschließlich auf die staatlichen Zahlungen verlassen. Genau dieser Anteil wird zukünftig der größte finanzielle Verlierer sein. Grob prognostiziert wissen wir bereits jetzt, dass es genau dieser Anteil an Personen auch sein wird, der zukünftig (also in der Pension) unter dem Existenzminimum wird leben müssen.

Man kann nur hoffen, dass dieser Anteil rechtzeitig aufwacht, denn es ist NIE zu spät, etwas gegen diese Entwicklung (für den Einzelnen) zu tun. Nicht zuletzt spielt eine weitere Entwicklung genau dieser Gruppe in die Hände, nämlich der riesige und bisher kaum abschätzbare Internet-Markt.

Internet Marketing kann dieser Gruppe auch in der Pension ein angenehmes Einkommen bringen.

Chancen dazu gäbe es genug, aber wie bereits bisher gilt: nur ein (kleiner) Anteil an zukünftigen Pensionisten wird diese Chancen erkennen und ergreifen. Letztendlich beruht jede Chance – ähnlich wie bei der Ausbildung von Arbeitslosen – auf Freiwilligkeit und wer nicht will, künftig einfach mit weniger auskommen müssen.

Wenn du dich in der Pension nicht mit der staatlichen Rente zufrieden geben willst, dann informiere dich unter folgendem Link:

http://www.michael-purner.com

 

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