Die 10 globalen Trends, die auch Europa treffen werden

Globale Trends sind immer wieder dem Wandel der Technologien und dem Interesse der Masse unterworfen, was mitunter zu einer sehr kurzen Lebensdauer (und Prognosemöglichkeit) führt. Trotzdem gibt es einige Trends, die sich jetzt schon abzeichnen, bereits im Gange sind (und noch einige Zeit bleiben werden) oder die sich im Anbetracht der Entwicklungen gerade so richtig aufbauen.

Europa wird von den Amerikanern nicht zuletzt wegen seinem behäbigen Umgang mit Veränderungen gerne als „alte Dame“ bezeichnet und trägt (und verteidigt) diesen Titel mit Stolz. Einerseits, weil wir damit nicht sofort jeden „Blödsinn“ mitmachen und andererseits, weil die gemäßigte Verhaltensweisen zu sehr viel deutlicheren Trends führt und diese dann länger beibehält – was dazu führt, dass in Europa daraus ein intensiveres Geschäft machen lässt. Aus gutem Grund haben die Europäer (und allen voran die Deutschen) den Ruf, durch Fleiß und Genauigkeit eine Tiefe zu ihren Produkten aufzubauen, die Amerikaner wohl nie verstehen werden.

Amerikaner erfinden – Europäer verwerten

Sehen wir uns deshalb jene 10 Trends an, die in Europa ankommen und unsere Märkte nachhaltig prägen werden:

 

Trend #1: Dying Socialism

Weltweit ist praktisch in allen Industriestaaten eine massive Eindämmung der sozialen Budgets zu erkennen. Natürlich nicht von einem Jahr auf das andere – dazu sind viele soziale Organisationen (Gewerkschaften, Kammern, usw) zu mächtig.

Trotzdem ist eine Richtung weggehend vom sozialistischen Geld verteilen hin zu mehr Eigenverantwortung der Bürger deutlich zu kennen. Für all jene, die sich bisher allerdings auf den Staat verlassen haben (und das zukünftig weiterhin tun), gibt es schlechte Nachrichten:

Der Staat kann (will) sich nicht mehr um alles kümmern!

Das bedeutet vor allem: Jeder muss sich (stärker als bisher) um sich selbst kümmern.

Wird dir die Sozialhilfe (Arbeitslosengeld, Notstandsgeld und andere Gelder) zu wenig, musst du dich selbst darum kümmern, mehr Einkommen zu erhalten. Wird dir die Pension/Rente zu wenig, heißt es ebenfalls Gürtel enger schnallen oder einen Nebenjob machen.

Und auch wenn es Politiker staccato-artig seit Jahren abstreiten, laufen wir unweigerlich direkt darauf zu: und zwar auf eine Einheitspension für alle. Das soll nicht bedeuten, dass jeder die gleiche Pension bekommt. Aber es bedeutet, dass sich alle Pensionen in einem vereinheitlichten Korridor (zwischen 900 und 1.200 Euro) bewegen. Damit werden alle PensionistInnen an das Existenzminimum herangeführt und diejenigen werden mehr verdienen, die noch zusätzliches Geld (zB in Versicherungen oder anderen Geldanlagen) angespart haben und monatlich davon herunternehmen können.

Alle anderen fallen durch den Rost (=Existenzminimum)!

Für viele wird das bedeuten, dass sie auch in der Pension keine „Ruhe“ haben und weiterhin (zumindest) einem Nebenjob ausüben müssen.

 

Trend #2: Aging Society / Aging Internet-Users

Dass unsere Gesellschaften (in den Industriestaaten) langsam veralten, ist kein Geheimnis mehr. Dass damit vor allem die zurückgehenden sozialen Leistungen begründet werden (siehe Trend #1), ist leider nur die halbe Wahrheit, denn ein sehr viel größerer Teil dieses Desasters, ist dem bisher nicht eingebremsten Schulden machen der Politik geschuldet.

Irgendwie müssen diese Schulden (und die dazugehörigen Zinsen) ja auch zurück gezahlt werden. Ohne zusätzliche Einnahmen (die ohne Wirtschaftswachstum kaum realisierbar sind) bleibt nur der Griff zu jenen Einnahmen, die bereits vorhanden sind. Was nichts anderes bedeutet, als dass weniger für die Bewältigung des restlichen Staatshaushaltes übrig bleibt (wenn die sonstigen Ausgaben beibehalten werden – und darauf können wir uns wohl verlassen).

Diese alternde Gesellschaft bedeutet aber nicht nur höhere Ausgaben für den Staat (in Form von Pensionszahlungen), sondern auch immer älter werdende Internet User. Wer hätte das gedacht, dass bereits mehr als die Hälfte der regelmäßigen Internet User zur Ü50 – Generation gehören?

Was sich durchaus schnippisch anhören könnte, wenn ich auf die obige Frage „Gut so!“ sage, ist ganz ehrlich gemeint. Denn auch diese Generation wird die erste sein, die die Folgen der sozialen Sparmaßnahmen zuerst spüren wird. Und da ist ein guter Umgang mit dem Internet durchaus ein gewaltiger Vorteil (wenn man im Alter noch Geld dazu verdienen muss, aber nicht gewillt ist, sich in eine Firma stellen).

Keine andere Generation hat so viel Geduld und Fleiß wie die Ü50 – Generation und wird daher die Verdienstmöglichkeiten über das Internet für sich entdecken. Was derzeit noch aussieht, wie eine „spielerische“ Verdienstvariante von jungen Leuten, kann für diese Generation genau jenes Einkommen bedeuten, das sie von einer (zu niedrigen) staatlichen Pension unabhängig macht. Die vermehrte Nachfrage dieser Generation nach entsprechenden Ausbildungsangeboten zeigt, dass dieser Trend bereits dabei ist, voll Fahrt aufzunehmen.

 

Trend #3: Digitalisierung der Automation(sbetriebe)

Während der Hang zur internen Digitalisierung in unseren Fertigungs- und Produktionsbetrieben bereits weitläufig stattfindet und immer mehr von Handarbeit auf Maschinenproduktion umgestellt wird (großteils bereits wurde), steht nun der nächste große Schritt an. Diese Digitalisierung nun mit dem Internet zu koppeln, bringt völlig neue Möglichkeiten (insbesondere in der fremdgesteuerten Auftragsabwicklung.

Was bedeutet das? Diese Möglichkeit ist besonders für die Erstabwicklung kleiner Aufträge (Probeaufträge, Chargen usw). interessant, denn diese können dann von einem Unternehmen an einem anderen Ort direkt in der Produktionsanlage des jeweiligen Herstellers fremdgesteuert werden. Das spart beim Hersteller Personal (der nur noch jenes Personal zur Wartung benötigt), vereinfacht (weil völlig automatisiert) den Weitergabeprozess (Kommisionierung und Lieferung).

Vor allem in China werden einige Fabriken bereits auf dieses Prinzip umgestellt und benötigen dann nur noch minimales Personal bei maximalem Output. Diese Prinzipien helfen beispielsweise Start-Ups, um (Test-)Produkte günstigst herstellen zu können, ohne gleich eine mächtige Abnahmemenge ordern zu müssen.

Umgekehrt können Betriebe, die diese Möglichkeit zur Verfügung stellen, auf Personalisierungswünsche sehr viel individueller eingehen und Produkte erzeugen, die es so in der Massenproduktion (aufgrund des Aufwandes) nicht geben kann.

Es spielt diesen Betrieben gut in die Karten, dass immer mehr Menschen immer individuellere Produkte kaufen wollen, womit sich bereits jetzt ein Nischenmarkt hervorragend etabliert hat und nun noch bessere Möglichkeiten hat, zu wachsen und auf Kunden einzugehen.

Induvidualität spielt in Zukunft eine große Rolle.

 

Trend #4: Spezialisierung + Outsourcing

Den großen Marktführer, der alles kann und alles anbietet, wird es zukünftig nicht mehr geben (und diejenigen, die es derzeit gibt, werden sich massiv auf ihre Kernkompetenzen zurückziehen müssen, um überleben zu können). Zwar kann dieser Umbau noch 15 bis 20 Jahre dauern (bis er alle Branchen erfasst hat), aber wer sich nicht rechtzeitig damit beschäftigt, wird im schlimmsten Fall den Sprung nicht schaffen.

Spezialisierung und Outsourcing sind die Garanten für die Zukunft!

Spezialisierung bedeutet dabei vor allem, dass mit dem höchstmöglichen Know-How eine Nische besetzt wird, die man dann auch gut gegen Neuankömmlinge verteidigen kann. Outsourcing, das ja ebenfalls bereits sehr bekannt ist, bedeutet, dass man keine (oder nur minimale) Ressourcen an Aufgaben und Arbeiten intern verschwendet, die nicht unmittelbar zur Kernkompetenz gehören.

Dieses Outsourcen wird eine ganze Firmenabteilung treffen, die Großunternehmen bisher immer im eigenen Haus versammelt hat und Kleinunternehmen sich nicht leisten konnten: nämlich das Marketing.

Kaum ein Bereich macht in den nächsten Jahren eine so gewaltige Veränderung durch, denn ein erheblicher Teil verlagert sich ins Internet und wird somit für das herkömmliche Marketing „unerreichbar“. Gleichzeitig wird die Masse an Möglichkeit im Internet Werbung zu machen zunehmen und sogar für Großunternehmen kaum noch Möglichkeiten bieten, die Werbekampagnen selbst zu erstellen.

Darauf spezialisierte Unternehmen werden genau diesen Teil übernehmen und mehrere Vorteile mit sich bringen:

  • diese Unternehmen haben Spezialisten
  • sie können durch den Einsatz von sogenannten „Agenturen-Tools“ schneller und günstiger anbieten
  • sie können jederzeit rasch auf Veränderungen reagieren und dem Kunden Geschwindigkeitsvorteile verschaffen
  • sie können durch Zusammenarbeit mit Freelancern höchste Individualität bieten

Und: sie sind durch Modularbeit für Einzelunternehmer leistbar

Internetwerbung wird für KMU´s zukünftig leistbar!

 

Trend #5: Globaler Markt für ALLE Unternehmen

Wie bereits bei Trend #4 angesprochen, wird sich ein Großteil des Werbemarktes in das Internet verlagern. Aber nicht nur der Werbemarkt, sondern auch der „Real Market“, jener Markt, wo reale Produkte und keine digitalen Produkte verkauft werden. Somit wird der Drang zum Online-Shop, zur Homepage und vielleicht sogar zur Online-Erstberatung zwingend.

Wer nicht auf diesem Markt präsent ist, verliert.

Man sollte meinen, dass sich inzwischen auch bei den härtesten Verfechtern herumgesprochen hat, dass JEDES Unternehmen und JEDER Freiberufler eine (aussagekräftige) Homepage braucht – aber wir sind immer noch nicht so weit!

Dabei hat sich der Internet weiter entwickelt und neue Präsentationsmöglichkeiten erobern das Internet. Squeeze-Page und Landing-Page als Grundausstattung für das Einsammeln von Email-Adressen bzw. für den gezielten Produktverkauf gelten unter Marketern bereits als normal. Die Realwirtschaft ist von diesen Entwicklungen bislang wenig beeindruckt – sollten es aber sein und endlich reagieren.

Konsumenten nehmen sich immer weniger die Zeit, um nach (geeigneten) Produkten und Dienstleistungen im Internet zu suchen, sondern greifen zu jenen, die am besten präsentiert werden (und ihre Probleme im Idealfall lösen). Wer sich darauf nicht einstellt, wird im Internet zukünftig nur noch von jenen gefunden, die sie bereits schon kennen. Alle anderen werden wo anders hingehen.

Diese Entwicklung trifft Start-Ups wesentlich stärker als eingesessene Unternehmen.

 

Trend 6#: Affiliate Marketing erobert die Old Economy

Mit Old Economy wird jener Teil der Wirtschaft bezeichnet, der sich außerhalb des Internets abspielt. Diese Realwirtschaft (Old Economy), die wie wir unter Trend #5 bereits gesehen hat, wird sich mit den neuen Entwicklungen im Online Marketing beschäftigen MÜSSEN. Und ich habe eine gute Nachricht: Sie werden es auch WOLLEN!

Vielleicht denkst du dir: „Das hört sich jetzt schon kompliziert an. Warum sollte das die Old Economy nun auch noch wollen?

Ganz einfach: Diese Veränderung im Internet Marketing hat eine neue Form des Marketings hervorgebracht: Affiliate Marketing

Affiliate Marketing bedeutet, dass ein sogenannter Affiliate (in der Regel ein selbständiger Marketingfachmann, der sich auf die Bewerbung fremder Produkte spezialisiert hat) eine genau eingegrenzte Zielgruppe anspricht und ihnen diese Produkte (und Dienstleistungen) empfiehlt. Diese Art des Marketings mag auf dem ersten Blick wie ein Umweg aussehen (erst „sammelt“ er Personen aus der Zielgruppe ein und erst nach dem Vertrauensaufbau wird das Produkt empfohlen), aber tatsächlich ist die Conversion Rate (jener Prozentsatz, der dann tatsächlich kauft) sehr viel höher als bei JEDER anderen Marketing – Methode.

Warum ist das so?

Das hat zwei Gründe:

  1. Der Kunde wird nicht zu Tode „informiert“, sondern gezielt auf die Lösung SEINES Problems hingeführt.
  2. Der Kunde wird nicht mit dem Produkt „überfallen“, sondern es wird eine Vertrauensbasis aufgebaut (durch eine Newsletter-Kampagne, Blogs und Videos)
  3. Es wird von jemandem empfohlen, der einen „Vertrauensvorschuss“ genießt (Empfehlung durch einen Dritten)

Professionelle Affiliates (und zu Teil auch Influencer) werden herkömmliche Marketingkampagnen und -unternehmen im Internet um Längen schlagen. Und genau das wird sich die Old Economy als „Umsatz-Booster“ (Umsatzbeschleuniger) verwenden und können so Marktanteile auf direkte Konkurrenten, die diese Möglichkeit nicht in Anspruch nehmen gewinnen.

Die Nutzung von Affiliate Marketing wird für Marktanteile entscheidend werden.

 

Trend #7: Freelancer – Centers

Die Old Economy wird im Bereich des Marketings einen neuen Boom auslösen, für den wir derzeit noch nicht gerüstet sind. Alleine nur der Gedanke, dass praktisch JEDES Unternehmen auch im Internet Marketing betreiben MUSS, um überleben zu können, bedeutet, dass für (fast) jedes Unternehmen 1 Marketer zur Verfügung stehen muss, der die Kampagne plant, aufsetzt und vollständig (mit allen notwendigen Arbeiten) abwickelt.

Sogar Marketer können nicht alle Arbeiten alle machen, weil es schlichtweg zu lange dauert und nicht zuletzt, weil sie selbst ebenfalls in vielen Bereichen keine Expertise haben (beispielsweise Fotografie, Webdesign, Programmierung, Erstellung einer Newsletter-Kampagne, Bannererstellung, Erstellung eines Video Sales Letters (VSL), SEO Optimierung usw.). Es wird schnell klar, dass die Zusammenarbeit mit anderen Spezialisten die Folge ist.

Freelancer (also Freiberufler)  Center sollen hier die Zusammenarbeit unter den Spezialisten erleichtern und werden für Zusammenführung zur gezielten Zusammenarbeit benötigt. Simples Arbeiten „von zu Hause aus“ wird nicht mehr reichen, um den Ansprüchen der Old Economy (und somit dem Marktvorsprung)  gerecht zu werden. Und diese Center werden riesig werden.

Alleine die Wirtschaft eines Bundesland wie Oberösterreich kann 1.000 Freelancer Vollzeit beschäftigen!

Obwohl es für einige eher wie eine „Spinnerei“ klingt, wird diese gezielte Zusammenführung in Ländern wie Amerika (oder Indien) bereits praktiziert und in weitaus größerem Ausmaß (bis zu 6.000 Freelancer in einem einzigen Center) umgesetzt.

Wenn wir jetzt noch daran denken, dass vor allem der Osten Europas noch weitgehend unaufgeschlossen ist (im Internet) und diese Märkte den Weg ins Internet in den nächsten Jahren finden werden, ergeben sich noch weitaus größere Möglichkeiten mit diesen Freelancer Centern (mehr dazu unter Trend #10).

 

Trend #8: Multiple Work (Mehrfach-Arbeit)

Hinter Multiple Work versteckt sich ein Trend, der in dieser Form vor allem in Amerika bereits sehr bekannt ist, denn es bedeutet schlicht und einfach, dass man mit einer einzigen Arbeit (im Rahmen des Kollektivvertrages) nicht mehr auskommen wird.

Branchen mit höheren Kollektivverträgen (beispielsweise bei den Metallern) rücken regelmäßig mit den Einkommen prozentuell höher als andere Branchen (zB Friseure, Verkäufer usw) und hängen diese langsam aber sicher immer weiter ab. Für jene, die handwerkliche Berufe ergreifen und/oder eine gute schulische Ausbildung haben, wird die Zukunft kaum merklich anders sein als jetzt. Aber jene, die derzeit schon schlecht verdienen (also unter € 9,- brutto pro Stunde bekommen), werden sich etwas überlegen müssen.

Ähnlich wie bei den Pensionisten stehen sie vor der Entscheidung: Einschränkung oder (dazulernen und) einen Nebenjob machen.

Fraglich ist bisher, ob genau diese Einkommens- und Bildungsschicht, die in diesen (unteren) Berufen angesiedelt ist, überhaupt den Willen dazu hat, diesem Trend entgegen zu gehen und auszufüllen, denn ich persönlich bezweifle, dass diese Schicht (die ja auch oft von Sozialhilfen lebt) überhaupt offen genug ist und die Herausforderung annimmt.

Dieser Trend bringt Chancen für Schlechtverdiener.

Aber wie sich in einigen Ländern gezeigt hat, gibt es in jeder Schicht (willige) Menschen, die aus einem Trend eine Chance für sich selbst sieht. So wird dieser Trend für diejenigen, die ihn annehmen zu einer massiven Lebensverbesserung führen, während jene, die diesen Trend nicht annehmen, noch stärker zu einem finanziellen Desaster werden (siehe Trend #1: Dying Socialism).

 

Trend #9: Unternehmenskooperation erhöhen die Schlagkraft der KMU´s

Gemeinsam mit den Freelancer Centers und dem Trend hin zu mehr Freiberufler wird es möglich für die Old Economy sich besser zu vernetzen und gleichzeitig davon zu profitieren. Auch hier wird das Internet als Mittel zum Zweck, jedoch nicht um Produkte direkt zu verkaufen, sondern als Netzwerk eine Kraft zu bilden, die alle anderen überholt, dich nicht im Netzwerk sind und daher (möglicherweise) vom Zugang zu wichtigen Informationen und eventuell Aufträgen ausgeschlossen sind.

Zudem können von der restlichen Wirtschaft unbemerkt gemeinsame Strategien (beispielsweise im Werbebereich) oder Zusammenarbeiten (Unternehmens-kooperationen) eingegangen werden (Forschung, Produktion, usw), die Marktvorteile bringen und wiederum das Netzwerk selbst stärken, während die Konkurrenz leer ausgeht.

Während diese Unternehmenskooperationen innerhalb der Freelancer Center klar und nachvollziehbar sind, fragen sich immer noch viele Unternehmer der Old Economy, welchen Sinn denn eine Zusammenarbeit hat – vor allem wenn die anderen Unternehmer gar nicht aus unmittelbar verwandten Branchen sind. Dabei ist diese Argumentation gegen eine Kooperation mehr als unzulässig (weil äußerst kurzsichtig).

Netzwerken ist mehr als kooperieren.

Netzwerken bedeutet an (mindestens) einer Stelle mit mindestens einem Unternehmen verbunden zu sein, das wiederum über mindestens eine Schnittstelle mit einer Masse von mehr als 1.000 Unternehmer verbunden ist. Somit ist man selbst zwar nur ein kleiner Teil, aber immerhin ein kleiner Teil einer riesigen Masse auf die man zugreifen kann.

So macht dieses Modell vor allem für Start-Ups und KMU´s doppelt Sinn, wenn sich innerhalb des Netzwerkes wenigstens ein Mindestmaß an Loyalität etabliert und die Aufträge in erster Linie innerhalb des Netzwerkes vergeben werden und erst in zweiter Linie außerhalb des Netzwerkes. Auf diese Weise können sich Start-Ups und KMU´s am Markt ihr Überleben sichern und eine Bekanntheit aufbauen, die später innerhalb des Netzwerkes von anderen Unternehmen wiederum genutzt werden kann.

Eine Hand wäscht innerhalb des Netzwerkes die andere.

Für KMU´s und Start-Ups wird daher die Teilnahme an Netzwerken und Unternehmenskooperationen zu einem wichtigen Erfolgsfaktor der Zukunft.

 

Trend #10: Schwellenländer suchen den Anschluss

Derzeit stehen wir noch vor eine (relativ) harten Teilung Europas in schnelle, fortschrittliche Länder wie Deutschland, Österreich, Schweiz, Italien, Frankreich, Großbritannien usw und langsame, rückständige Länder wie Polen, Slowenien, Ungarn, Slowakei, Rumänien, Kroatien usw. Diese Teilung wird nicht bleiben.

Die „Schwellenländer Europas“ sind dabei aufzuholen.

Wir sehen, dass einige Länder den Raketenknopf für ihre Wirtschaft bereits gedrückt haben und mit gewaltigen Schritten aufholen werden. Tschechien, Kroatien und Serbien haben deutlich klar gemacht, dass sie zwar innerhalb der EU ihre eigenen Vorstellungen umsetzen, aber gleichzeitig den Anschluss an Westeuropa wittern und diese Chance bestimmt nicht auslassen werden.

Obwohl Polen und Ungarn derzeit noch in einer Art Dornröschenschlaf liegen und kaum wirtschaftliche Bewegungen sichtbar sind, wird der RUN in der Wirtschaft mit den Erfolgen der anderen Oststaaten angekurbelt werden und die Regierungen entsprechend unter Druck geraten. Um so wichtiger ist es, dass WIR uns so rasch wie möglich in Position bringen, denn Wissen über die Möglichkeiten im Internet wird dann dort so stark nachgefragt werden, wie derzeit bei uns.

Der Westen hat die Menschen und die Möglichkeiten, den Osten rasch aufschließen zu lassen.

Und nicht zuletzt wird es das Medium Internet sein, das diese Länder sehr viel schneller auf unseren Stand bringen kann, als wir derzeit noch absehen können.

Andererseits muss auch gesagt werden, dass in der Zwischenzeit sogar einige Länder aus Afrika wirtschaftlich immer stärker aufzeigen – und dabei blickte ich gar nicht auf die reichen arabischen Länder oder das von Amerika gestützte Nigeria. Unbemerkt hat sich Uganda als ein afrikanisches Land etabliert, das bereits eine stärkere Wirtschaft aufzuweisen hat als beispielsweise Ungarn oder Griechenland. Wenn man bedenkt, dass es weder großartige Ölvorkommen, noch einen direkten Anschluss ans Meer gibt (es gibt also keinen Exporthafen in die ganze Welt), ist diese Entwicklung ein deutliches Indiz dafür, dass wir in einer Zeit leben, in der (eigentlich) jedes Land zur Weltspitze aufschließen kann.

Nun bleibt es jedem überlassen, ob er in diesen Trends auch Chancen sieht, aber was mich persönlich anbelangt, sehe ich enormes Entwicklungspotenzial. Und ich freue mich darauf. Ich weiß zwar nicht genau, von wem dieser Spruch ist, aber kein anderer trifft derzeit so punktgenau zu wie dieser:

Die beste Zeit liegt noch vor uns.

 

In diesem Sinne.

Schöne Grüße,

bmd

Dein Michael Purner, MAS

Werbeanzeigen

Trend #3: Aging Society / Aging Internet Users

Der erste Teil des Titels ist uns inzwischen weitläufig bekannt. In den Medien wird es immer wieder als „Demografische Entwicklung“ gepredigt und soll uns einfach vor Augen führen, dass es immer mehr ältere Menschen und immer weniger jüngere Menschen in unserer Gesellschaft gibt (davon sind vor allem Industriestaaten betroffen; in Schwellen- und Entwicklungsländer ist der Trend zu Mehrkinder-Familien ungebrochen und wird oft als Faktor für deren bleibende Verarmung angeführt).

In Europa bedeutet es vor allem: die Gesellschaft veraltet.

Wenn die Gesellschaft veraltet, wird Trend #2 (Dying Socialism – Sozialismus stirbt langsam aus) weiter verstärkt, denn immer mehr Menschen verlangen eine staatliche Versorgung in ihrer Pension. Diese staatliche Versorgung wird es wahrscheinlich in Zukunft weiterhin geben, aber auf einem sehr viel geringeren Niveau als bisher, da es an Einzahlern für die Sozialausgaben fehlt. Und Pensionisten gehören – auch wenn sie es nicht gerne hören – zu jener Menschengruppe, die die meiste Sozialhilfe (als Anteil im Sozialbudget) bekommen.

Pensionen sind eine Form von Sozialhilfe.

Obwohl diese Feststellung abwertend klingt, ist sie es nicht. Es sollte klar sein, dass JEDER, der Geld vom Staat erhält, eine Sozialhilfe (in welcher Form auch immer) bekommt und so das Haushaltsbudget des Staates belastet. Das gilt für Arbeitslose, Behinderte, Kindergeldempfänger – und eben auch Pensionisten – gleichermaßen. Das wäre nicht weiter schlimm, aber die Vergangenheit hat gezeigt, dass Politiker nicht unbedingt sorgsam mit den Staatseinnahmen umgehen. Was dazu führt, dass immer weniger Geld für Sozialausgaben zur Verfügung steht.

Wer also nicht schon mindestens 15 Jahre in Pension ist, wird sich noch um ein Zusatzeinkommen kümmern müssen!

 

Dass die Gesellschaft allgemein veraltet, bedeutet aber auch, dass die Internet-Benutzer immer älter werden. Daraus sind zwei Tendenzen klar erkennbar:

  1. Immer mehr Menschen, die sich im Internet über Produkte/Dienstleistungen informieren, gehören bereits zu den 50+.
  2. Die 50+ Generation macht sich mit dem Umgang des Internets vertraut und ist auf sozialen Plattformen/Chats bereits zahlreich vertreten

Diese Entwicklung bedeutet, dass ältere Menschen zukünftig (wieder) ihren Status als Ratgeber und Ansprechpartner zurückerobern können, denn jüngere Generationen nehmen sich für Recherchen/Informationssuchen bei weitem nicht so viel Zeit und sind daher oft nicht so voll umfänglich informiert. Sobald diese ältere Generation ihre eigenen Vorteile beginnt, gezielt auszuspielen, ergibt sich ein enormes Feld an neuen Einsatz- und neue Arbeitsmöglichkeiten, die von Affiliate Marketing bis zur Aufbereitung von Datenbanken reicht.

Dabei spielt ihnen der Einsatz eines Computers weitreichend in die Hände, denn die leidige Fahrt zum Arbeitsplatz, Mobbing von (jüngeren) Arbeitskollegen, Arbeitsziele, Hektik und Dauerdruck entfallen und sie können sich (fast) nach Belieben zu Hause in den eigenen vier Wänden, nach der eigenen Lern- und Arbeitsgeschwindigkeit entfalten.

Ich halte daher jene von Ex-Bundeskanzler Kern (in Österreich) initiierten Schritte, die ältere Arbeitslose in sozialen Vereinen und Organisationen unterzubringen (Stichwort „Aktion 20.000“) für wenig sinnvoll. Viel zukunftsorientierter wäre hingegen die gezielte Schulung von Langzeitarbeitlose der Generation 50+ im Umgang mit Internetmedien, die zu einem Arbeitsplatz führen würde. Leider sehe ich derzeit im bisherigen AMS-Schulungssystem (und auch in der Verwaltung) kaum eine Bewegung zu ZUM Arbeitsmarkt hinführt, womit das AMS zunehmend für die Langzeitarbeitslosigkeit dieser Generation selbst verantwortlich ist.

Wie sich durch den Wechsel in der Bundesregierung von Rot-Schwarz zu Türkis-Blau dieser Aspekt weiter auswirkt ist noch nicht abzuschätzen. Dass die „Aktion 20.000“ ersatzlos gestrichen wurde, wird wohl an der Situation der Betroffenen kurzfristig ebenfalls nichts ändern. Sinnvolle Programme müssen her und die sind derzeit nicht in Sicht. Bleibt jedem einzelnen nur übrig, sich selbst um die Zukunft zu kümmern. Möglichkeiten gäbe es im Internet bereits jetzt genug. Nicht zuletzt bei der Affiliate Power Community.

Für weiterführende Informationen zu Beschäftigungsmöglichkeiten kannst du dich hier informieren:

Bewirb dich bei der Power Success Challenge 2018!

Schöne Grüsse,

Dein

Michael Purner, MAS

Trend #2: Dying Socialism

Dieser Trend hat sich schon lange abgezeichnet und rückt eigentlich nur deshalb nun ins Zentrum unserer Aufmerksamkeit (und bekommt nur deshalb einen Platz in meinem Trend-Ranking), weil es dieser Trend sich zukünftig noch verstärken  und ausnahmslos all jene betreffen wird, die sich bisher auf Vater Staat verlassen haben. Nur sehr wenige Gruppen werden diesen Trend kaum zu spüren bekommen (beispielsweise körperlich und geistig beeinträchtigte Personen, die in entsprechenden Einrichtungen betreut werden).

Aber alle, die in der sozialen Hängematte liegen, um sich zu sonnen, wird es mit aller Härte treffen.

Tja. Wer liegt aber nun (aus der Sicht des Staates) in der sozialen Hängematte, statt sich selbst zu helfen und selbst tätig zu werden.

Eine Gruppe, denen es ohnehin immer wieder nachgesagt wird:

1.Die Arbeitslosen

Die (derzeit) wachsende Wirtschaft wirft ein sehr dubioses Licht auf all jene Arbeitslosen, die unersättlich behaupten, keinen passenden Job zu finden, während gleichzeitig die Wirtschaft schreit, dass sie keine passenden Arbeitskräfte finden können und entsprechende Maßnahmen von Ministern verlangt.

Dieses Problem ist inzwischen bekannt und wird sich in Zukunft kaum entschärfen (wenigstens solange nicht, solange das grundsätzlich vorliegende Problem nicht angegangen wird), denn Arbeitslose einerseits den offenen Stellen andererseits gegenüber zustellen, würde nur funktionieren, wenn ausgerechnet jene Arbeitslosen auf die Beschreibung der gesuchten Arbeitsstellen passen würden. Das ist ja bekanntlich nicht der Fall. In aller Regel sind (Langzeit-)Arbeitslose schlecht gebildet bzw. verfügen nicht über die geforderten Ausbildungen und können daher nicht auf die offenen Stellen (meist Fachbereiche bzw. Fachstellen, die eine Vorbildung voraussetzen) gesetzt werden.

Nachdem das AMS in Österreich oder die Bundesarbeitsagentur in Deutschland nicht vorrangig für die Bildung und Ausbildung der Menschen zuständig ist und Bildungsangebote von den Arbeitslosen zumeist im vorhinein selbst bezahlt werden müssen, tut sich im Bereich der Weiterbildung praktisch nichts, das von der Wirtschaft verwertbar wäre. Umgekehrt übernimmt auch die Wirtschaft nicht die Verantwortung für die Ausbildung seiner Mitarbeiter (wenigstens nicht für die Basisausbildung, die notwendig ist, damit man diesen Job überhaupt bekommt).

Bei diesem Hickhack, wer denn nun die Verantwortung übernehmen sollte, hat wenigstens in Österreich die Regierung den ersten Schritt gemacht (Dauer der Bezugsberechtigung für Arbeitslosengeld wird gekürzt, der Arbeitslose rutscht daher früher in den Notstand. Das bedeutet vor allen, dass er zu einem früheren Zeitpunkt weniger Geld bekommt). Diese Maßnahme sieht von außen für Arbeitslose und Anhänger des Sozialismus aus, wie ein Frontalangriff auf die „armen“ Arbeitslosen.

Tatsächlich ist es ein mächtiger Schritt in Richtung Eigenverantwortung des Einzelnen.

Wer sich zukünftig nicht um seine Bildung kümmert und daher am Arbeitsmarkt nicht mehr unterkommt – so die Interpretation dieses Schrittes – darf sich nicht wundern, wenn er künftig vom Staat ebenfalls nur noch schlecht unterstützt wird.

 

2.Alleinerzieher/Innen

Der Vorstoß der oberösterreichischen Landesregierung, den Kindergarten am Nachmittag wieder kostenpflichtig zu machen, ist eine Entwicklung, die ebenfalls zu meiner obigen Theorie – die Verantwortung an die Bevölkerung zurückzugeben – passt. Obwohl von der Regierung (natürlich) beteuert wird, dass es sich vor allem um eine Maßnahme handelt, die das Budget entlasten soll, nennen die Sozialisten (berechtigterweise) dieses Argument scheinheilig.

Auch ich sehe dieses Argument als scheinheilig, wenn auch notwendig. Notwendig ist es, denn die Verschuldung in Oberösterreich und auch in ganz Österreich (immerhin über 211 Milliarden €) ist gewaltig. Dazu aber später noch mehr.

Während einige Familien eine finanzielle Belastung (durch die Kindergarten-Gebühr) nicht weiter kratzt, insbesondere wenn beide Elternteile arbeiten gehen und ein entsprechendes Haushaltseinkommen (monatlich über € 3.000,- netto) vorhanden ist. Und tatsächlich ist bei 2 Verdienern diese „Grenze“ relativ schnell erreicht. Was was ist mit Alleinerzieher/Innen, die keinen Partner an ihrer Seite haben, um diese finanzielle Belastung abzudämpfen?

Es wird Alleinerzieher/Innen auf jeden Fall treffen.

Auch wenn für besondere Härten „Ausgleichshilfe“ in Aussicht gestellt wird/wurde, ist eines hier schon einmal klar. Egal, wie sich ein/e Alleinerzieher/In entscheidet, sie wird auf alle Fälle verlieren. Verdient sie in einem guten Job viel, muss sie bezahlen. Hat sie einen (schlecht bezahlten) Teilzeitjob, bekommt sie den Kindergarten weiterhin gratis (dafür gibt es Abstriche in anderen Bereichen). Egal in welche Richtung sie sich dreht, besser wird es jedenfalls (im herkömmlichen System) nicht.

 

3. Alleinverdiener/Innen

Auch sie wird es über Umwege treffen, denn nichts ist leichter wegzustreichen, als einige Zuschüsse, die besonders für jene gewährt werden, die ein niedriges Haushaltseinkommen aufweisen. Während es in diesem Bereich eher „schleichend“ möglich ist, die Ansprüche der Alleinverdiener/Innen auszuhebeln, kann sich der Staat allerdings in diesen Bereichen sehr viel Geld und Verantwortung ersparen.

Beispielsweise bei den Wohnungszuschüssen. Nichts ist leichter, als die Berechnungsmethode über Jahre hinweg  unangepasst weiterlaufen zu lassen (und das macht der Staat ja bereits seit Jahren sehr erfolgreich; alleine in den letzten Jahren hat er sich auf diese Weise Millionen an Auszahlungen erspart). Ähnlich ist es auch bei andere Zuschüsse, die es zwar gibt, aber die so schlampig (oder vielleicht absichtlich zu wenig) bekannt gemacht werden, dass kaum jemand davon weiß.

Oder haben Sie gewusst, dass Ihnen Vater Staat einen Zuschuss zu einer Übersiedlung gewährt (Österreich) oder dass Sie das Geld für eine Tagesmutter (zB für die Kinderbetreuung am Nachmittag, während Sie noch arbeiten sind) zurückerstattet bekommen (für 6 Monate)? Oder haben Sie gewusst, dass Ihnen und Ihren Kindern (mindestens 3 Kinder) der Staat einen Urlaub bezahlt (mindestens 2 Wochen), wenn Sie diesen nicht selbst bezahlen können? Usw.

Tja, bekanntlich kann man ja wegstreichen, was kaum jemand in Anspruch nimmt, weil es ja ohnehin niemandem abgeht… 🙂

Alleinverdiener/Innen werden sich definitiv etwas einfallen lassen müssen, wenn sie sich für sich selbst und ihren Kindern ein angenehmes Leben ermöglichen wollen.

Und nicht zu vergessen:

 

4.Rentner/Innen

Über diese Gruppe wird wohl am meisten diskutiert. Nicht nur, weil sie in der Bevölkerung inzwischen eine gewichtige Gruppe darstellen, sondern vor allem, weil sie Geld quasi direkt aus der Staatskasse nehmen, das eigentlich nicht vorhanden ist.

Bevor ich jetzt alle Leser vergräme, kläre ich mal kurz auf:

Rentner/Innen haben während ihrer Arbeitszeit Geld in die Pensionskasse (eigentlich Staatskasse) eingezahlt. Leider wurde aufgrund des Generationenvertrages dieses Geld nicht für zukünftige Rentner zurückgelegt, sondern für jene Rentner ausgegeben, die zu dieser Zeit bereits Rente bezogen haben.

Aufgrund der Babyboomer-Jahre nach dem 2. Weltkrieg war es auf diese Weise für den Staat relativ bequem, denn auf jeden einzahlenden Arbeitnehmer kam nur etwa 1/5 Pensionist oder anders gesagt: etwa 5 Arbeitnehmer haben für einen Pensionisten eingezahlt.

Die Demografie hat sich aber inzwischen gewaltig verschoben. Die Babyboomer stehen kurz vor der Pension (bzw. einige gehen bereits jetzt in Pension) und der Anteil in der Staatskasse, der für Pensionen aufgewendet werden muss, wächst unaufhaltsam. Einigen Studien zufolge wird prognostiziert, dass bis in Jahr 2030 auf einen Pensionisten nur noch ein einzahlender Arbeitnehmer kommt.

Das bedeutet, dass rein rechnerisch für jeden Pensionisten nur noch ein Fünftel an Pensionsauszahlung möglich sein wird, verglichen mit der Spitzenzeit in letzten Jahrhundert. Und genau in diese Richtung wird es nach Meinung vieler Experten auch gehen, obwohl einige Staaten, insbesondere Österreich, diese Entwicklung noch immer abstreitet.

Was aber inzwischen Tatsache ist, ist dass die „Aufstockung“ bzw. Anpassung der Pensionen jedes Jahr UNTER der Inflation liegt. Da können auch einmalige Abschlagszahlungen (die ja auf künftige Pensionszahlungen keinen Einfluss haben) nicht einmal als Trostpflaster für all jene wirken, die jetzt bereits mit ihren Pensionen an oder unter dem Existenzminimum liegen. Und auch hier ist die Richtung klar:

Künftige Pensionisten müssen sich selbst um ihr Einkommen kümmern!

Bei einigen ist es bereits angekommen, andere hören erst gar nicht hin. Wie auch immer Sie sich entscheiden, eines können Sie garantiert nicht, egal welche Wahl Sie treffen:

Sie werden sich diesem Trend nicht entziehen können.

Sie werden genauso wie alle anderen – und auch ich – zu 100% davon betroffen sein. Stellt sich dann wohl eher die Frage, wie man sich vor all zu großen Einbußen selbst schützen kann, denn man muss bedenken, dass wir durchschnittlich bereits jetzt mindestens 15 Jahre in Pension sind – und es wäre ja nicht besonders vorausschauend, wenn bereits nach 10 Jahren die Vorsorge für die Pension aufgebraucht wäre.

Während ein nicht unerheblicher Anteil auf Lebensversicherungen (oder ähnliche Versicherungsmodelle) setzt, gibt es einen annähernd gleichgroßen Anteil an Menschen, die bis zur Pension überhaupt nicht (nachhaltig) vorsorgen und sich ausschließlich auf die staatlichen Zahlungen verlassen. Genau dieser Anteil wird zukünftig der größte finanzielle Verlierer sein. Grob prognostiziert wissen wir bereits jetzt, dass es genau dieser Anteil an Personen auch sein wird, der zukünftig (also in der Pension) unter dem Existenzminimum wird leben müssen.

Man kann nur hoffen, dass dieser Anteil rechtzeitig aufwacht, denn es ist NIE zu spät, etwas gegen diese Entwicklung (für den Einzelnen) zu tun. Nicht zuletzt spielt eine weitere Entwicklung genau dieser Gruppe in die Hände, nämlich der riesige und bisher kaum abschätzbare Internet-Markt.

Internet Marketing kann dieser Gruppe auch in der Pension ein angenehmes Einkommen bringen.

Chancen dazu gäbe es genug, aber wie bereits bisher gilt: nur ein (kleiner) Anteil an zukünftigen Pensionisten wird diese Chancen erkennen und ergreifen. Letztendlich beruht jede Chance – ähnlich wie bei der Ausbildung von Arbeitslosen – auf Freiwilligkeit und wer nicht will, künftig einfach mit weniger auskommen müssen.

Wenn du dich in der Pension nicht mit der staatlichen Rente zufrieden geben willst, dann informiere dich unter folgendem Link:

http://www.michael-purner.com

 

Die 10 größten Lügen der Internet Marketer (2)

In diesem Blog erfahrt ihr die größten Lügen 6 bis 10, die Internet Marketer in ihren Werbebotschaften, Kursen und Blogs verbreiten, die euch aber dazu bringen sollen, deren Produkte zu kaufen.

Lüge #6: Mit meinem Kurs kannst du heute noch Geld verdienen!

Fallt bloß nicht auf solche Versprechen herein! Wenn der Kurs nicht wirklich eine fertige Landingpage, vorgefertige Newsletter in einem AutoResponder-System und nur noch den Eintrag deiner AffiliateID (von welchem Anbieter auch immer) beinhaltet, dann lasst die Finger davon! Dieses Versprechen dient ausschließlich dazu, dass du den Kurs kaufst.

Sogar wenn du bereits eine AffiliateID hast, kannst es Tage dauern, bis du mit deiner Seite online bist. Deshalb gilt:

Du bist NIEMALS am gleichen Tag noch online, um Geld zu verdienen!

Jeder, der bereits schon einmal eine Webseite gebaut hat und völliger Anfänger auf diesem Gebiet gewesen ist, wird dir bestätigen, dass es Tage, wenn nicht sogar Wochen dauert, um die erste Landingpage fixfertig zu erstellen!

Und vor allem, wenn es sich „nur“ um einen Kurs handelt, kannst du davon ausgehen, dass du mit dem schauen der Videos und nachbauen der „Muster-Homepage“ mehrere Tage beschäftigt bist. Dann hast du aber nur diese Muster-Homepage und noch keine eigene. Ist es möglich, in wenigen Stunden online zu sein?

Ja, selbstverständlich. Wenn du einmal eine eigene Seite gebaut hast (zB in WordPress), dann geht die zweite Seite wesentlich schneller und die dritte Seite noch schneller. Übung macht den Meister.

Und wenn die Landingpage bereits vorgefertigt ist?

Es gibt einige Anbieter von Komplettseiten, die diese Seite jedoch mit einem Monatsbeitrag an dich vermieten. Für den Start kann diese Seite gut sein, vor allem, wenn du ein Produkt oder eine Verkaufsstrategie erst testen willst. Trotzdem kommst du nicht dabei herum, die monatliche Seitenmiete zu bezahlen. Und es muss dir klar sein, dass dort gesammelte Email-Adressen plötzlich weg sind, wenn du beschließt, die monatliche Miete nicht mehr zu bezahlen.

So weit ich informiert bin, ist derzeit die Affiliate Power Community der einzige Anbieter, der es dir ermöglicht, eine fertige Seite für 6 Monate durchgehend zu nutzen UND damit innerhalb kürzester Zeit online Geld zu verdienen.

 

Lüge #7: Hoher Umsatz ist das Wichtigste!

Das ist so unglaublich weit hergeholter Blödsinn, dass er sogar von einigen renommierten Internet Marketern nachgeplappert wird. Vermutlich gründet dieser Irrtum darauf, dann man meint, dass mit hohem Umsatz hohe Kosten wettgemacht werden können. Aber das ist leider falsch!

Und wir sehen es tagtäglich in der Wirtschaft, dass es nicht stimmt. Bestes Beispiel war in Deutschland die Kaufhauskette Walmart, die nach genau diesem Irrtum gehandelt hat. Wal-Mart hat nach der Offenlegung der Bilanzen im Jahr 2003 einen Umsatz von rund 2,5 Milliarden Euro erzielt, eine fast unvorstellbare Summe. Aber gleichzeitig daraus ein Bilanzergebnis von rund 528 Millionen Euro VERLUST!

Wie ist das möglich? Wie kann bei einem Umsatz von 2,5 Milliarden Euro so ein hoher Verlust entstehen? Ganz einfach.

Die Aufwände fressen die Handelsspanne auf!

Damit sind wir auch schon beim Punkt, den dir die selbst ernannten Experten einreden wollen. Sie wollen dir einreden, dass deine Handelsspanne (also der kalkulierte Gewinn auf deine Produkte) gleichzeitig dein realer (also effektiv erwirtschafteter) Gewinn ist. Aber das stimmt nicht. Die Handelsspanne ist jener Teil deines Verkaufspreises, der übrig bleibt, wenn du das verkaufte Produkt nachkaufst. Und diese Handelsspanne ist nicht dazu da, dass du sie dir in die eigene Tasche steckst, sondern sie ist dazu da, dass du deine laufenden Aufwände (wie Miete, Strom, Heizung, Auto – wenn du es beruflich benutzen musst -, Mitarbeiter usw). abzudecken. Erst wenn alles abgedeckt wurde und wenn dann noch Geld übrig bleibt, DANN ist das dein Gewinn.

Nachdem sich die meisten Internet Marketer nie eingehend mit diesem Thema beschäftigt haben, wollen sie dir einreden, dass die Differenz zwischen Einkaufspreis und Verkaufspreis dein Gewinn ist. Also nochmal:

Der Gewinn ist der Rest, der nach Abzug aller Aufwände übrig bleibt!

Noch besser als in der Buchhaltung siehst du es in der Kostenrechnung. Die Kosten in der Kostenrechnung werden in zwei Bereiche gegliedert, nämlich in Einzelkosten (können dem Produkt direkt zugerechnet werden) und Gemeinkosten (können dem Produkt nicht direkt zugerechnet werden). In der Kostenrechnung entspricht die Handelsspanne (in etwa) dem Deckungsbeitrag.

Wie der Name bereits sagt, ist der Deckungsbeitrag dazu da, etwas abzudecken – nämlich die Gemeinkosten. Es ist also jene Summe, die dazu beiträgt die Gemeinkosten zu decken, daher auch Deckungs – Beitrag. Daraus wird klar ersichtlich, dass es sich nicht um den Gewinn handeln kann, da davon noch Kosten abgezogen werden müssen (gedeckt werden müssen).

Was passiert nun, wenn man das nicht berücksichtigt?

Ganz einfach. Im schlimmsten Fall – wie bei Wal-Mart – bleibt von deinem Umsatz eben KEIN Gewinn übrig, sondern ein Verlust, weil du so knapp (Oder falsch) kalkuliert hast, dass sich die Deckung der Gemeinkosten schlicht nicht ausgegangen ist.

Wenn dir also jemand einredet, dass die Differenz zwischen Einkaufspreis und Verkaufspreis dein Gewinn ist, dann lass die Finger davon, denn der Anbieter hat keine Ahnung!

 

Lüge #8: Positionierung ist Teil des Marketings!

Für die meisten Marketing-Menschen ist diese Philosophie noch immer aktuell. Tja, sie hinken ihrer Zeit ein wenig hinterher und liegen inzwischen mit dieser Annahme aus meiner Sicht völlig falsch. Denn sie sagen auch, dass sich die Positionierung aus dem Marketing bzw. aus der Marketingstrategie heraus entwickelt.

Aber: die Märkte sind überfüllt, es gibt fast in allen Bereichen und Branchen einen Verdrängungswettbewerb und das bedeutet, dass das Marketing die Wunschpositionierung nicht mehr erfüllen kann. Die Positionierung wird heutzutage nicht mehr von Marketing bestimmt, sondern vom Kunden.

Deshalb funktioniert es auch nicht, durch gezieltes Marketing seine Positionierung vom Billiganbieter Richtung Qualitätsanbieter aufzupolieren. Kunden sind nicht dumm und durchschauen derart plumpes Marketing.

Deshalb ist Positionierung VOR dem Marketing durchzuführen und NICHT im oder als Teil des Marketings. Viele Unternehmensberater (vor allem die älteren Semester) arbeiten auch immer noch mit der oben beschriebenen Positionierungsstrategie, die Michael Porter vor fast 30 Jahren in einem Buch veröffentlicht hat. Dieses Buch beruht auf einer Studie, dass man als Unternehmen nur dann langfristig überleben kann, wenn man sich als Kostenführer (und Preisführer) oder als Qualitätsführer positioniert.

Diese grundsätzliche Positionierung (oder eher theoretische Richtung einer Positionierung) ist noch gültig, aber bei weitem nicht mehr den Herausforderungen unserer Märkte angemessen. Wie bereits bei Lüge #7 angedeutet, wird es in Zukunft immer wichtiger, seine Zahlen zu kennen und die Positionierung mit Zahlen zu hinterlegen.

Die einzige mir bislang bekannte Methode, eine derartige Positionierung durchzuführen, ist die MoneyBeast – Methode, die von mir entwickelt wurde. Grundlage ist dazu, die von Porter vorgeschlagene Richtung, sich im Qualitätssegment zu positionieren und dann durch zielgerichtetes Marketing (kein Streumarketing, sondern Targeting – also auf die Zielgruppe abgestimmtes, punktgenaues Marketing) das Unternehmen in die Gewinnzone zu führen und dort durch Zielgruppenprodukte zu einer Macht aufzubauen. Das heißt in anderen Worten:

Ausschließlich Produkte mit hohem Deckungsbeitrag gehören in das Sortiment!

Um so mehr gilt diese Vorgehensweise, desto jünger und kleiner dein Unternehmen ist. Du wirst schon bemerkt haben, dass du als Einzelunternehmer ohne Mitarbeiter nicht alles in deiner Branche abdecken kannst. Also kreiere die besten Lösungen in jenem Bereich mit dem höchsten Deckungsbeitrag! Und lass (vorerst) alles andere weg!

 

Lüge #9: Market Hopping bringt das schnelle Geld!

Das ist meiner Meinung nach die mieseste Masche von Internet Marketern, insbesondere, wenn sie damit versuchen, dich zum Mitmachen zu bewegen.

Was ist das Market Hopping?

Wie es der Name schon verrät, bedeutet es von einem Markt zum nächsten zu „springen“. Diese Marketer greifen aktuelle Trends oder aktuelle Nischen auf, bauen so schnell als möglich ein (meistens unausgereiftes) Produkt und verkaufen es als das „Wundermittel“ oder als die „Super-Lösung“.

Warum ich diese Marketer hasse?

Weil es ihnen nicht um die Lösung des Kundenproblems geht. Sie wollen nur das Geld der Kunden und sonst nichts. Deshalb springen sie nach einem gewissen Umsatz (und der kann durchaus auch 6-stellig sein) aus dieser Branche heraus und in die nächste Branche hinein, was natürlich bedeutet, dass sie den Kunden nach dem Verkauf im Stich lassen. Es kümmert sie nicht, ob der Kunde mit ihren Produkt tatsächlich zu einer Problemlösung gekommen ist.

Es ist daher zu hinterfragen, was der Anbieter bereits vorher gemacht hat. Aber oft ist ja genau dieses „schnelle“ Geld das Lockmittel, um DICH für deren Verdienst-Methode zu begeistern. Und es ist mir selbst auch klar, wie verlockend es für manche ist, wenn sie jemanden kennen lernen, der mit dieser Methode (die er beliebig oft wiederholt) einen nicht unerheblichen Betrag aus dem Markt herausgeholt hat.

Ich frage mich jedoch aus der Sicht eines Kunden, wie glaubwürdig jemand ist, der sich zuerst als „Experte für Verdienstsysteme“, dann als „Experte für Gewichtsprobleme“, dann als „Experte für tolle Beziehungstipps“ und später noch als „Experte für Unternehmensmarketing“ ausgibt.

Wer sagt in allen Bereichen Experte zu sein, ist in der Regel in gar keinem Bereich ein Experte.

Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass ich nicht in allen Bereichen ein Experte bin. Und lediglich unzählige Bücher zu lesen, Methoden kennen zu lernen oder Coachings in Anspruch zu nehmen, machen mich deshalb in einem Bereich noch lange nicht zu einem Experten.

Als Experte musst du in diesem Bereich gearbeitet haben!

 

Lüge #10: Wenn du nicht bei mir kaufst, bleibst du wo du bist!

Tatsächlich benutzen inzwischen unglaublich viele Marketer, die ihre Produkte verkaufen wollen, diesen markigen Spruch. Dieser Spruch soll indirekt suggerieren: Ohne mich schaffst du es nicht, ohne mich bleibst du zurück, alle anderen Anbieter sind schlecht usw.

Leider tauchen derartige Sprüche immer häufiger auf. Erst gestern habe ich an einem Webinar (ein Online-Verkaufsseminar) teilgenommen, um mich bei den Angeboten im Internet auf dem laufenden zu halten und am Ende (zum Verkaufsabschluss) ist diese Ansage gekommen. Spätestens hier schalte ich das Webinar ab.

Warum?

Weil es falsch ist. Es ist schlichtweg gelogen, denn diese Angeboten hat es früher nicht gegeben, aber die Anbieter sind ja auch irgendwie bekannt geworden und verdienen im Internet Geld. Was soll also diese total herabsetzende Ansage?

Ich verstehe natürlich, dass sie ihre Produkte verkaufen wollen und dass sie die Hemmungen, die viele Kunden haben (vor allem bei ihrem ersten oder bei ihrem bisher teuersten Kauf), weil sie sich fragen, ob die danach gebotene Leistung ihrem Geldeinsatz gerecht wird.

Trotzdem halte ich diese Aussage für den größten Bullshit!

Tatsache ist, dass jeder mit dem nötigen Durchhaltevermögen und Zeiteinsatz als Internet Marketer Erfolg haben kann. Ich habe selbst unzählige Kurse, ebooks und Anleitungen gekauft, die mir aber unterm Strich nicht mehr geholfen haben, als die Gratis-Youtube Videos, die sich jedermann jederzeit ansehen kann.

Ich habe das Logo selbst entworfen und entwickelt, ich habe mir den Bau einer Homepage, einer Landingpage und einer Squeeze-Page selbst beigebracht. Wie man einen Blog schreibt oder einen Podcast macht – dafür braucht es keinen teuren Kurs -, das gibt es gratis im Internet. Es ist dann wohl eher eine Frage der Zeit!

Du kannst alles im Internet gratis lernen, es ist nur eine Frage der Zeit!

Dem Webinar-Teilnehmer oder Interessenten daher zu sagen, dass es ohne SEINEM Kurs nicht geht, ist daher nicht nur eine glatte Lüge, sondern ausgesprochen frech, weil es den Angesprochenen zum Idioten degradiert. Und wer hört sich gerne an, dass er ein Idiot ist?

 

Jetzt weißt du, welche die 10 größten Lügen der Internet Marketer sind und ich hoffe, dass sie dir eine Hilfe sind, in Zukunft deine Kurse und Online-Helfer besser aussuchen zu können. Es ist zwar keine Garantie, dass du auf Anhieb die Abzocker von den guten und wirklich hilfreichen Marketern unterscheiden kannst. Dennoch wirst du sehr schnell bemerkten, dass Marketer sehr ähnliche Sprüche haben und mit ähnlichen Lügen aufwarten, die aufdecken, dass sie nur hinter deinem Geld her sind, statt ehrliche Leistung und brauchbaren Mehrwert zu bieten.

Ich freue mich auf eure Kommentare und Meinungen.

Schöne Grüße

Dein

Michael Purner

 

 

Die 10 größten Lügen der Internet Marketer (1)

Die meisten Internet Marketer werden mich dafür hassen!

Aber nachdem wir (das ist die Affiliate Power Community oder APC) mit unserer ständig wachsenden Gemeinschaft ohnehin den meisten Internet Marketern sauer aufstoßen, ist es an der Zeit, in diesem Artikel die größten Lügen der IM aufzuzeigen und zu besprechen, was daran falsch ist.

Das wichtigste Ziel, insbesondere von reißerischen und unehrlichen Internet Marketern – und davon gibt es leider immer mehr – ist DIR, also dem Besucher und zukünftigen Kunden, so viel Geld wie möglich aus der Tasche zu ziehen.

Und, nein, das ist kein genereller Angriff gegen Internet Marketer. Ganz im Gegenteil. Ich bin FÜR Internet Marketer, ich bin FÜR richtige gute Informationen und ich bin DAFÜR, dass du die GUTEN von den SCHLECHTEN Internet Marketern unterscheiden kannst.

Daher mein Appell:   Verschwende keine Zeit mit den Abzockern!

Du erkennst die Abzocker nicht mehr an der Professionalität, an der Aufmachung oder am Preis. Billiger oder teurer ist nicht automatisch besser oder schlechter. Du erkennst die Abzocker nur noch an ihren Inhalten, am Content.

Die Guten bieten dir hilfreichen Content.

Die Abzocker bieten entweder falschen Content oder gar keinen hilfreichen Content. Das bedeutet, dass dein verdientes Geld bei diesen Anbietern rausgeschmissenes Geld ist. Und ich bin überzeugt davon, dass ein riesiger Anteil an Menschen, die sich schon einmal vorgenommen haben, mit Internet Marketing Geld zu verdienen, hatten bereits mit mindestens einen, wenn nicht sogar mit mehrere Abzockern zu tun. Warum ich das weiß?

Mir ist es doch genauso gegangen und ich habe Hunderte Euros rausgeschmissen!

Damit dir das zukünftig nicht passiert, schreibe ich diesen Blog. Er soll dir helfen, die RICHTIGE Entscheidung zu treffen! Ich hoffe, du nimmst es mir nicht übel, dass ich nicht ALLE Lügen hier aufzeigen kann, denn es gibt so viele irreführende „Tipps“, die dir überhaupt nicht weiterhelfen.

Starten wir mit den ersten 5 Lügen:

 

Lüge #1: Du musst an deinem Mindset arbeiten!

Was für ein Bullshit! Ich habe noch NIE jemanden kennen gelernt, der sich mit der falschen „Einstellung“ selbständig gemacht hätte! Ich habe noch NIE jemanden kennen gelernt, der etwas ausprobiert hätte oder angefangen hätte, um (absichtlich) zu scheitern. Das nimmt sich doch keiner ernsthaft vor.

Sogar wenn du jemandem beweisen willst, dass etwas NICHT funktioniert, hoffst du doch insgeheim, dass er recht hat und es DOCH funktioniert!

Das heißt, unsere innerste Einstellung ist IMMER auf Erfolg programmiert.

Wir sind so eingestellt! Es ist dann eher die Frage, warum wir mit einer grundsätzlich positiven Einstellung dann doch immer wieder scheitern, warum wir doch immer wieder vor neuen Herausforderungen zurückschrecken und warum sich einige scheinbar ohne Widerstand auf den Erfolg zubewegen und andere eben nicht.

Unsere innerste Einstellung kann mit einem kleinen Gegenstand in einer riesigen Wohnung verglichen werden. Manchmal legen wir diesen Gegenstand irgendwo in der Wohnung hin und nach und nach legen wir unwichtige Dinge drauf, bis der Gegenstand völlig zugedeckt ist. Oder anders versinnbildlicht:

Wir begraben unsere Einstellung unter einem Haufen Müll!

Das bedeutet aber nicht, dass unsere Einstellung, unser Mindset plötzlich weg wäre. Es ist noch da, aber weil dir es so tief unter Müll begraben haben – und oft keine Lust haben, danach zu graben – schauen wir uns um und übernehmen Meinung anderer Menschen, ohne sie zu hinterfragen.

WAS kannst du JETZT tun? Die einfachste Möglichkeit deine positive Einstellung auszugraben, ist, dich mit erfolgreichen Menschen zu umgeben und deinen Müll von diesen Menschen abtragen zu lassen. Positiv eingestellte Menschen wirken genauso ansteckend wie negative. Aber die negativen bringen dich in deinem Leben nicht weiter! Daher:

Such dir Menschen, die erfolgreicher sind als du und lerne, wie sie mit verschiedenen Situationen umgehen!

Lüge #2: Mit dieser Methode wirst du über Nacht reich/viel Geld verdienen!

Hör auf zu suchen! Diese Methode gibt es nicht! Das ist Abzocke und sonst nichts!

Ja, ich behaupte nicht, dass man im Internet kein Geld verdienen kann. Natürlich kann man dort richtig viel Geld verdienen kann und ich habe selbst einige Vorbilder und Mentoren, die im Internet bereits Millionen verdient haben. Es geht. Aber eben nicht über Nacht. Und auch nicht in wenigen Tagen oder Wochen. Wir reden hier von mehreren Jahren!

Es ist egal, welchen erfolgreichen Marketer du fragst – und davon gibt es inzwischen im deutschsprachigen Raum einige – es wird dir JEDER sagen, dass es mehrere Jahre dauert, bis du deine erste Million verdient hast. Wenn also genau DAS dein Ziel ist, dann stell dich darauf ein, dass du sehr viel Arbeit, sehr viel Fleiß und sehr viele Stunden hineinstecken musst, damit du dieses Ziel erreichen kannst. Und ich will dich ermuntern, denn du kannst es erreichen – aber eben nicht über Nacht.

Und natürlich kann sehr vieles im Internet automatisiert werden. Du musst dich nicht um jeden einzelnen Besucher, Interessenten und Kunden kümmern. Es gibt Systeme, die dir einen Großteil der Arbeit abnehmen, aber sei vorsichtig mit allen, die dir versprechen, dass du am Strand liegen kannst, während dein System Geld für dich verdient.

Es gibt auch im Internet kein Geld ohne Arbeit!

Du musst dich weiterbilden, du musst neue Produkte/Kurse/Videos/Blogs usw. auf den Weg bringen, denn genauso wie am realen Markt entwickeln sich die Menschen im Internet weiter. Ein Kurs, der jetzt aktuell ist und richtig guten Umsatz macht, kann in einem halben Jahr bereits außerhalb der Trends und damit außerhalb des Interesses der Internet-User sein. Und damit bleibst du auf deinen Angeboten sitzen.

Wenn dir also jemand einredet, dass du nichts arbeiten musst und Geld dafür verdienst, dann lass die Finger davon. Der Anbieter will höchstwahrscheinlich nur DEIN Geld und nicht dafür arbeiten!

 

Lüge #3: Du brauchst ein WARUM! Du brauchst eine Vision!

Es wird gepredigt und gepredigt und ich kann es nicht mehr hören! Wenn du ein grundsätzlich zufriedener Mensch bist oder so viele Interessen hast wie ich, dann wird es schwierig, dir ein WARUM vorzustellen oder ein WARUM zu erfinden. Das ist übrigens etwas, wovon ich dir dringend abrate.

Ein Vision zu ERFINDEN funktioniert nicht!

Ich treffe so viele Menschen, die zu mir kommen und dann sagen: „Ich habe keine Vision und ich kann damit momentan nichts anfangen. Ich will einfach Geld verdienen und sehen, dass es funktioniert!“

Diese Aussage hat mich auf die Idee gebracht, einmal mit den Leuten zu sprechen, die aufgehört haben. Und praktisch ALLE, die aufgegeben haben, hatten zwar eine Vision, aber eine erfundene. Das ist eine Vision, von der sie zwar begeistert sind, aber die nicht aus ihrem Herzen kommt. Das ist ein Bild, das sie nicht stark genug macht, um Hindernisse zu überwinden, um durch Tiefen zu tauchen und um nochmals aufzustehen, wenn sie vom Leben niedergestreckt werden. Und oft wird am Finden der Vision zu viel Zeit verschwendet.

Wer nach seiner Vision sucht, hat keine Zeit, um zu arbeiten.

Deshalb finde ich es sogar besser, wenn jemand arbeitet und sieht, dass es funktioniert, sodass er sieht, dass Geld hereinkommt und er Geld damit verdienen kann. Dann kommt der Glaube, dann kommen die Wünsche und DANN kommt die Vision, die ihn antreibt, um größere Ziele zu erreichen.

Deshalb: Überzeug dich zuerst, dass es funktioniert und lass dann die VISION zu dir kommen, die dich zu Größerem antreibt!

 

Lüge #4: Du brauchst eine hohe Eigenmotivation!

Das ist falsch! Ganz im Gegenteil! Hohe Eigenmotivation, hohe Startmotivation ist für einen dauerhaften Erfolg oft sogar hinderlich. Hört sich sehr komisch an, aber ich kann es begründen.

Bei praktisch allen, die mit einer enormen Startmotivation loslaufen, ist diese Motivation mit einer ebenso hohen Erwartungshaltung verbunden. Diese Erwartungshaltung wird nun ständig mit den gemachten Ergebnissen verglichen und hat wiederum maßgeblichen Einfluss auf die Motivation. Was bedeutet das jetzt?

Der Start verläuft oft nicht ganz so schnell und so ergebnisreich, wie sich die Anfänger das vorstellen. Damit bleiben oft die Ergebnisse hinter den Erwartungen zurück und werden gerade von den Anfängern als Misserfolg interpretiert. Statt sich über jeden einzelnen über das Internet verdienten Euro zu freuen, sind sie der Meinung, dass es nicht schnell genug geht, dass sie mit ihrer Landingpage, mit ihrem Thema oder mit ihren Texten falsch liegen und machen so ihre Eigenmotivation langsam aber sicher zunichte.

Stück für Stück montieren sie sich auf diese Weise selbst ab, bis sie entnervt aufgeben und sagen: „Das funktioniert ja gar nicht!“ Dabei waren sie oft schon auf dem besten Weg, haben bereits einige Euro damit verdient, waren aber nicht bereit, an der Sache dran zu bleiben.

Das heißt: Ausdauer und Durchhaltevermögen schlagen Eigenmotivation um Längen!

Und oft hilft es, wenn du einfach nur weitermachst und dich über jede kleine Steigerung freust. Einfach weiterlaufen! Oder glaubst du, dass ein Marathonläufer über eine Strecke von 40 km erster war? Tatsächlich feiert man aber jene Menschen, die den vermeintlichen Sieger auf den letzten Metern des Marathons überholen und als erster durchs Ziel laufen! So ist es auch hier. Bleib dran, mach weiter und du wirst jeden schlagen, der mit unglaublicher Motivation an den Start gegangen ist, aber nach ein paar Kilometern aufgibt.

 

Lüge #5: Social Media – Werbung bringt Tausende Kunden!

Pass auf, wenn dir jemand so etwas einreden will! Wenn du nicht oder wenig bekannt bist, dann sind Besucher/Interessenten/Kunden doppelt vorsichtig und skeptisch. Es kann natürlich sein, dass du wirklich viele Besucher auf deine Seite bringst, aber erstens: Besucher ist nicht gleich Kunde und zweitens: bezahlter Traffic ist meistens nicht nachhaltig – das heißt, für die Werbung kommen Besucher, hört die Werbung auf, reißt der Besucherstrom ab.

Als wir diesen Blog gestartet haben, hatten wir über bezahlte Werbung bei Facebook innerhalb der ersten 2 Tage über 1.600 Besucher (auf 3 Artikel). Wenn du es jetzt aber nicht schaffst, dass sich diese Besucher auf deiner Webseite eintragen, ist deine Chance, diese Besucher später noch zu Kunden zu machen gleich 0. Und ehrliche Marketer sagen dir das auch.

Ich empfehle dir daher: Konzentrier dich zuerst auf deine Email-Liste!

Jeder, der sich in deine Email-Liste einträgt, hat eingewilligt, dich, deine Produkte und deine Arbeitsweise näher kennen zu lernen. Überfall die Besucher und Interessenten daher nicht sofort mit irgendwelchen „Super-Produkten“, sondern bau zuerst Vertrauen auf. Das bringt dir langfristig nicht nur mehr Loyalität, sondern auch mehr und immer wiederkehrende Kunden – und DAS bringt dir echtes Geld.

Deshalb bin ich sogar der Meinung:

Social Media – Werbung allein bringt überhaupt KEINE Kunden!

Es bringt Interessenten und sie sind in erster Linie an DIR interessiert und nicht an deinem Produkt. Zeig dich den Interessenten und zeig Ihnen deine Expertise. Wenn du ihr Vertrauen hast und dann noch eine Lösung für ihr Problem, dann bist du genau der richtige Mann – und der Kunde kauft!

 

Ich hoffe, ich konnte dir in diesem ersten Teil der 10 größten Lügen, die von Internet Marketern promotet werden, um dein Geld abzustauben, helfen. Der 2. Teil kommt in Kürze und wird dir weitere Punkte zeigen, mit denen Internet Marketer dein Interesse wecken und dir Geld aus der Tasche ziehen wollen.

Wenn du mir deinen Kommentar hier lassen willst, dann schreib mir unten. Es interessiert mich, was du darüber denkst.

Schöne Grüsse,

Dein

Michael Purner

Trend #1: Nebenjobs für Rentner

Dass Nebenjobs bereits jetzt eine wichtige Rolle spielen ist an und für sich nicht neu. Mehr als 25% der aktuellen Rentner und Rentnerinnen gehen irgendeiner bezahlten Tätigkeit nach und mehr als 80% davon ausschließlich, um sich finanziell (einigermaßen) über Wasser zu halten. Die Zahlen sind nicht beeindruckend. Sie sind erschreckend.

Davon unbeeindruckt, kürzen Politiker die Pensionszahlungen immer weiter (siehe mein erster Blog; Pensionslücke #1: Machen statt Jammern), denn sie müssen darauf schauen, dass das Geld in Zukunft irgendwie für alle reicht. Und das wird es nicht. Ich will es nicht schlechter reden, als es ist, aber es reicht ja jetzt kaum noch.

So viele Rentern, die unter dem Existenzminimum leben müssen, gab es noch nie!

Und dieser Trend wird sich noch gewaltig verstärken. Wenn wir bedenken, dass die Auszahlungsbeträge in Zukunft noch um weitere 20 bis 25% sinken werden (im Vergleich zu jetzt), dann werden die Hilfsstellen der Caritas künftig nicht (nur) von alleinerziehenden Müttern, sondern von alten Menschen überschwemmt werden, die sich nicht rechtzeitig um ihre Pensionsvorsorge gekümmert haben. So traurig es klingt, so wenig muss es (in dieser Härte) wahr werden.

Denn auch die Nebenjobs haben sich verschoben. Und zwar aus dem realen Leben hinein in das vituelle Leben, sprich ins Internet. Oder, um es anders auszudrücken: es war noch nie so einfach, nebenbei Geld zu verdienen. Es gibt hundertfache Möglichkeiten, sich etwas aufzubauen, das dann zur Abdeckung der Pensionslücke herangezogen werden kann. Und – nein – ich rede nicht von den „Schnell-reich“ – Seiten. Denn erfahrungsgemäß steckt hinter allen irgendeine Art von Abzocke, die ausschließlich den Betreiber reich macht. Ich rede von seriösen Seiten, die Hilfe anbieten.

Nur ein Beispiel, das über diese Möglichkeiten informiert und gratis ist:

goo.gl/rZa4ym

Wer Interesse hat, kann hier seine Email-Adresse hinterlassen und bekommt seriöse Informationen serviert.

Und – JA – es gibt Unterstützung, es gibt Hilfe und es gibt dazu wirklich seriöse Menschen, die sich nicht hinter irgendeinem PC verstecken und versuchen, dir Do-it-yourself – Kurse anzubieten, die dir nicht weiterhelfen, weil sie im nächsten Produktverkauf enden.

Es werden wir sogar Namen gesagt, die du tunlichst vermeiden solltest!

Denn nicht alles ist so seriös, wie es oft zu sein vorgibt. Aber lass dich nicht entmutigen und lies auf meinem nächsten Blog weiter, warum du dich so rasch wie möglich informieren solltest, denn die folgenden Trends sind auf deiner Seite (wenn du sie nutzt).

 

Vielen Dank, dass du meinen Blog gelesen hast. Ich freue mich über deinen Kommentar (und deinen Daumen hoch). Natürlich beantworte ich deine Fragen und kommentiere gerne selbst zurück.

Schöne Grüße,

Dein

Michael Purner

Pensionslücke #3: Finanzprodukte sind als Vorsorge nicht geeignet!

Sparbuch, Bausparer, Versicherungen, Fonds…

…aber was sollten Sie für Ihre Pensionsvorsorge heranziehen? Ganz ehrlich? Gar nichts davon!

Finanzprodukte wurden kreiert, um Finanzinstitute reich zu machen!

Warum denken Sie wohl, sind ausgerechnet die reichsten Konzerne weltweit (bis auf ein paar Ausnahmen) Banken und Investmentfonds? Haben Sie sich noch nie gefragt, woher das Geld gekommen ist, als sich Josef Achermann, ehemaliger Chef der Deutschen Bank, einen zweistelligen Millionenbetrag (Basisgehalt + Boni) ausgezahlt hat? Oder wer das Geld berappen muss, wenn John Cyran, der aktuelle Chef der Deutschen Bank trotz Boni-Verzichts immer noch 3,8 Millionen Euro im Jahr überwiesen bekommt?

Die Banker-Gehälter sind doch nicht die Geld der Bank!

Das ist IHR Geld! Wenn Sie sich jetzt freuen, dass Sie nicht bei der Deutschen Bank sind, dann haben Sie noch nicht weiter gedacht. Denn das ist immer IHR Geld, egal bei welcher Bank Sie sind.

Was hat das mit der Pensionsvorsorge zu tun?

Ganz einfach: Geld, das die Bank ausgibt, ist Geld, das Ihnen für die Pensionsvorsorge fehlt. Das sind Zinsen, die Sie NICHT bekommen. Das sind Performances, die NICHT zu Ihrem Fondsvermögen hinzukommt. UND: die Kosten für die Betreibung Ihres Kontos laufen munter weiter.

Aber es kommt auch noch etwas anderes hinzu. Vor allem am Sparbuch, genauso wie auf Ihrem Gehaltskonto arbeiten die Zinsen und die Gebühren gegen Sie. Was meine ich damit? Nämlich, dass am Ende des Jahres von Ihrem Geld weniger übrig ist, als zu Beginn des Jahres. Ich sage an dieser Stelle nicht, dass Sie Ihr Sparbuch oder Ihr Konto auflösen sollen, denn es bedeutet, dass Sie viel mehr einlegen müssen, als Sie am Ende (also zu Pensionsantritt) herausnehmen können.

Als Pensionsvorsorge sind daher beide Produkte völlig ungeeignet!

Und die Lebensversicherung? Lassen Sie uns erst einmal sehen, was die Lebensversicherung für einen Sinn hat. Die Lebensversicherung soll Sie absichern für den Fall, dass Sie das Zieldatum (also dann, wenn die Lebensversicherung ausläuft) NICHT erleben sollten. In diesem Fall bezahlt das Versicherungsinstitut an Ihre Hinterbliebenen entweder den versicherten Betrag aus oder – wenn der einbezahlte Betrag die Versicherungsumme übersteigt – Sie bekommen den verzinsten einbezahlten Betrag. In beiden Fällen wird Ihnen das herzlich egal sein, weil Sie überleben diese Variante ohnehin nicht… 😉

Variante zwei: Sie erleben den Ablauf der Versicherung und bekommen dann den verzinsten einbezahlten Betrag zurück. Alles toll, werden Sie denken. Aber das ist es nicht. Denn: die Versicherung versichert für Sie ein Risiko. Und Risiko kostet Geld.

Das bedeutet, Sie bekommen von Ihrem einbezahlten Betrag nur einen Bruchteil zurück!

In vielen Fällen wird mit übertriebenen Zinsen gerechnet, die von einer Versicherung weder am Markt erzielt werden, noch von den Versicherungen an Ihre Kunden weitergegeben werden. Und Sie dürfen nicht vergessen, dass Sie bei einer Versicherung IMMER im Minus anfangen. Was meine ich damit? Ich rede von der Provision des Versicherungsmaklers (Versicherungsvertreters), die die Versicherung im Zuge des Vertragsabschlusses auf IHRE Kosten ausbezahlt. Ja, Sie haben richtig gehört. Die Versicherungsprovision des Maklers ist IHR Geld.

Wenn Sie also eine Lebensversicherung auf 10 Jahre abschließen, bezahlen Sie (je nach Versicherung) in den ersten 12 bis 24 Monaten nur die Provision des Maklers. Das heißt, dass Ihr „Sparkonto“ erst gefüllt wird, wenn die Provision des Maklers abgedeckt ist. Und dann geht auch noch nicht alles in das Sparkonto. Versicherungen müssen für die Beiträge Steuern bezahlen, es muss das Risiko abgedeckt werden (dh die Versicherung behält automatisch einen Anteil Ihres Geldes ein) und (manchmal) fallen versteckte Gebühren an, die ebenfalls zu Lasten Ihres Kontos gehen.

Bei den meisten Versicherungen bekommen Sie bei realistischer Zinsrechnung nach 15 Jahren maximal das zurück, was Sie eingezahlt haben!

Hervorragend. Damit stehen Sie in 15 Jahren genau da, wo Sie auch wären, wenn Sie das Geld ohne Versicherung gespart hätten. Ist das wirklich zielführend in Ihren Augen?

Und Investmentfonds? Tja, ich habe generell immer ein Problem damit, Geld jemanden anzuvertrauen, den ich nicht kenne, dessen Denkweise ich nicht verstehe und der (in den meisten Fällen) nicht in der Lage ist, den Leitindex (zB DAX) an der Börse zu schlagen. Zudem ist das Geld in den Investmentfonds sicher. Auch Investmentfonds können in Konkurs gehen und aufgelöst werden (siehe Meindl European Land in Österreich) und bisher hat es keinerlei Haftungen dafür gegeben. Tatsächlich ist es bisher nicht zweifelsfrei gelungen, einen Beweis vorzulegen, dass das Geld tatsächlich aufgrund der Marktlage „verschwunden“ ist.

Wollen Sie wirklich Ihr Geld in so eine Geldanlage stecken, bei der Sie nur „warten“ können, ohne jegliche Sicherheit was dabei herauskommt? Nichts für ungut. Wenn Sie übriges Geld haben – ich nenne es immer „Spielgeld“, weil es etwa so sicher ist, wie die Farbe SCHWARZ in einem Casino – dann können Sie es ruhig in einen Investmentfonds legen. Macht es Gewinne, dann gönne ich sie Ihnen. Wenn Sie Verluste machen, ist es aber wichtig, dass Sie auf dieses Geld nicht angewiesen sind.

Was also machen, um von der Pensionslücke nicht wie von einem Hammer erschlagen zu werden?

Gehen Sie mit den Trends!

Ich behaupte, dass JEDER sich ohne großen Aufwand € 500,- bis € 1.000,- dazuverdienen kann – egal ob Mann oder Frau und egal welches Alter. Es ist noch nie so einfach gewesen, zu Hause zu bleiben (oder auf Reise, im Schrebergarten oder wo auch immer) und sich nebenbei Geld dazu zu verdienen. Und Sie brauchen auch kein Genie sein, kein Technikfreak oder sonst irgendeine spezielle Gattung Mensch, um das zu machen.

Jetzt ist halt die Frage, welche Trends sind wichtig und welche davon können Sie nutzen?

 

Diese Frage gehe ich in meinen nächsten Blogs auf den Grund und zeige euch, was jeder machen kann, um rechtzeitig vorzusorgen.

Bei Fragen, Wünsche und Anregungen schreibt mit bitte unten in die Kommentare. Ich freue mich auf jeden Beitrag und kommentiere alle persönlich.

Schöne Grüße

Dein

Michael Purner

Pensionslücke #2: Nebenjobs bringen es nicht!

Die Pensionslücke kommt und wird jeden von uns betreffen, aber ob es uns letztendlich wirklich weh tun wird, hängt davon ab, ob wir zuvor etwas dagegen unternommen haben. Und die Statistik zeigt ein trauriges Bild.

Noch immer haben mehr als 75 % nicht ausreichend vorgesorgt!

Bevor Sie jetzt denken, ich würde Ihnen irgendein Finanzprodukt aufschwatzen, sage ich es gleich: darum geht es nicht!  Finanzprodukte sind nicht dafür gemacht, um Ihnen einen sicheren Lebensabend zu bieten, auch wenn Ihre Bank und verschiedene Finanzhaie Ihnen das weis machen wollen. Praktisch ALLE Finanzprodukte sind dafür gemacht, dass jemand daran verdient. Und das sind ganz sicher nicht SIE!

Sie können bei jedem Finanzprodukt nur verlieren!

Warum das so ist, können Sie in meinem nächsten Blog Pensionslücke #3 nachlesen.

In diesem Blog geht es um die Unsinnigkeit eines herkömmlichen Nebenjobs. Ja, viele Pensionisten – insbesondere Männer – haben manchmal in der Pension das Gefühl, plötzlich nicht mehr gebraucht zu werden, plötzlich keine Aufgabe mehr zu haben oder dass plötzlich ihrem Leben der Sinn genommen wurde. Sie haben für die Arbeit gelebt und müssen jetzt von einem Tag auf den anderen ohne Arbeit auskommen.

Etwa die Hälfte dieser Pensionisten suchen sich dann einen Nebenjob, der ihnen wieder irgendeine Aufgabe gibt, in der sie zeigen können, dass sie für die Gesellschaft immer noch wertvoll sind.

Leider ist die Herangehensweise völlig falsch und sie machen genau aus diesem Grund wieder die gleichen Fehler, die sie zuvor in ihrem Job schon gemacht haben. Sie arbeiten für Sinn, Aufgabe, oft auch Geld, aber bestimmt nicht, um in die in der Pension auftretende Pensionslücke zu füllen. Warum nicht? Weil es sich schlicht und einfach nicht ausgeht.

Aktuell werden Sie nicht mehr als 70% Ihres jetzigen Nettoeinkommens in der Pension als Nettozahlung herausbekommen. Bei einem durchschnittlichen Einkommen von rund € 1.600,- netto bedeutet das Fehlen von 30% genau € 480,- weniger. Bereits dieser Wert ist höher als ein geringfügiges Einkommen (aktuell ca. € 423,- in Österreich). In Deutschland sind die Abschläge bereits jetzt höher als 30% und wir können davon ausgehen, dass in beiden Ländern die Abschläge noch massiv erhöht werden.

Die Abschläge werden in beiden Ländern Richtung 50% gehen und ich traue mich nicht zu behaupten, dass wir uns dort einpendeln werden.

Jedenfalls wird es darauf hinauslaufen, dass alle Pensionisten einen Nebenjob brauchen!

Ausnahmen sind dann nur noch jene, die sich rechtzeitig darum gekümmert haben. Und das sind nicht viele. Hausfrauen, alleinerziehende Mütter (die einfach keine Möglichkeit hatten, Vollzeit arbeiten zu gehen), Arbeiter, die ihr Leben lang nach dem Kollektiv verdient haben – sie alle werden in der Pension mit der Altersrente NICHT auskommen!

Traurig, aber wahr: Nebenjobs zu machen, so lange man im Erwerbsleben noch kann, wird vom Staat bestraft. Wer schon einmal geringfügig oder Teilzeit zu seinem Vollzeitjob dazuverdient hat, hat diese Erfahrung schon gemacht, dass am Ende des Jahres das Finanzamt beim Finanzausgleich (Arbeitnehmerveranlagung, Steuererklärung) einem plötzlich unglaublich tief in die Taschen greift. Einem meiner Freunde hat das Finanzamt mehr als die Hälfte (!) des geringfügigen Zuverdienstes als Steuerabgabe vorgeschrieben, weil er mit dem Zuverdienst in eine höhere Steuerklasse gerutscht ist. Über € 2.000,- Nachzahlung! Was für eine Frechheit!

Und Pensionisten, die in der Pension Geld dazu verdienen, geht es genauso!

Wer also nicht JETZT (im Idealfall VOR der Pension) das Richtige tut, aber allerspätestens in der Pension das Richtige tut, wird auf jeden Fall DRAUFZAHLEN!

Um so wichtiger sollte es für ALLE sein, deren Lebensabend noch nicht gesichert ist, sich am Arbeitsmarkt umzusehen, welche Trends es gibt. Denn diese Trends werden in Zukunft nicht nur unseren Arbeitsmarkt bestimmen, sondern auch darüber, wer in Zukunft mit einem Lachen in Pension gehen kann und wer in der Pension in die Altersarmut fallen wird. Denn sogar, wenn du jetzt € 2.000,- Netto-Einkommen hast, ist das noch lange keine Garantie dafür, dass du in deiner Pension über dem Existenzminimum bleiben wirst.

Denn darüber nach und informier dich über die aktuellen Trends.

Denn die sind nicht kurzfristig. Und du kannst sie nutzen, um dir (wenn es schnell gehen muss, auch kurzfristig) die Pensionslücke aufzufüllen oder wenigstens so weit abzuschwächen, dass du sie nicht mit voller Breitseite zu spüren bekommst. Und lass dir Mut machen: Zum Anfangen ist es NIE zu spät!

 

 

Für Anregungen und Kommentare bin ich gerne offen. Schreibt mir eure Meinungen unten hinein. Ich freue mich über jede Antwort, die ich bekomme.

Euer

Michael Purner

Pensionslücke #1: Machen statt Jammern!

Neue Regierungen bringen neue Gesetze. Das ist eigentlich nicht neu für uns, trotzdem wundern sich immer so viele Menschen, wenn es dann trotzdem gemacht wird. Eigentlich völlig unverständlich. Deshalb haben wir sie ja gewählt.

Aber wie sich plötzlich alle aufregen und sich das Maul darüber zerreißen, wenn etwas – aus ihrer Sicht – „plötzlich“ schlechter wird. Und um so lauter wird geschrien, wenn es plötzlich über kurz oder lang alle Menschen trifft.

Zum Beispiel die Kürzungen bei der staatlichen Pension.

Die gibt es. Bei jedem Regierungswechsel (durch Wahl) wird an der Pensionsschraube gedreht. So sozial kann der neue Bundeskanzler gar nicht sein, dass sich in diesem Bereich nicht während der Legislaturperiode etwas tut. Heilsversprechen und guten Zusagen zum Trotz kommen die Pensionen garantiert unter den Hammer. Und wenn es nur versteckte Attacken auf die Pensionen gibt. Wenn sie zum Beispiel nicht oder weit unter den durchschnittlichen Lohn- und Gehaltsanpassungen erhöht werden. Auch das ist eine Form der Kürzung.

Und was für eine Freude: da werden vor dem Abdanken der alten Regierung noch schnell mal ein paar Euro als Wahlzuckerl an die Pensionisten verteilt, damit die Stimmen dann doch sozial bleiben. Unglaublich! Was für eine Verarsche!

Wird langsam Zeit, dass sich die Menschen auf ihre eigenen Beine stellen.

Und damit meine ich ALLE Menschen. Studenten, Arbeiter, Angestellte, Pensionisten – einfach alle. Nein, es geht nicht darum, ihre politische Gesinnung zu ändern. Ich werde keine Empfehlung abgeben, wen oder welche Partei Sie wählen sollen. Das ist Ihnen überlassen!

Ich rede davon, dass SIE die Verantwortung für ihre Pension übernehmen. Sie haben in die Pensionskasse eingezahlt? Schön für Sie. Aber Pech gehabt, davon ist nichts mehr übrig. Der „Generationenvertrag“, der unser Pensionsmodell bestimmt, ist davon ausgegangen, dass die Jungen für die Alten einzahlen. Das ist ein Umschlagsmodell. Was reinkommt, wird sofort wieder ausgegeben. Die aktuellen Arbeitnehmer zahlen für die aktuellen Pensionisten. Ohne Sparplan.

Und ohne Sparplan ist für Sie bei Pensionsantritt nichts übrig!

Das bedeutet, dass die geburtenschwachen Jahrgänge (die jetzt arbeiten bzw. in die Arbeitswelt eintreten) die geburtenstarken Jahrgänge (die jetzt kurz vor der Pension stehen) zukünftig zahlen werden müssen.

Dachten Sie wirklich, dass sich das ausgeht? Einige Experten meinen sogar, dass es künftig auf eine Einheitspension hinauslaufen würde. Also eine Pension, die für alle gleich (schlecht) ist. Wir reden hier von wenigen Hundert Euro. € 400,- bis € 600,- wird gemunkelt. Also sollten Sie sich jetzt schon die Frage stellen?

Kommen Sie mit € 400,- bis € 600,- im Monat aus?

Ich kann Ihre Situation nicht beurteilen. Aber eines weiß ich sicher! Ich nicht! Und für alle, die sich das Gleiche denken, wird es Zeit, etwas zu ändern. Machen Sie sich Gedanken darüber. Die Zeit läuft und ich bin mir sicher, dass sie nicht stehen bleibt.

 

 

In Teil 2 gehe ich darauf ein, warum ein herkömmlicher Nebenjob Ihnen nicht weiterhilft. Für Anregungen und Meinungen bin ich offen und freue mich auf eure Kommentare. Vielen Dank!